Archiv für die ‘Zeitmanagement’ Kategorie

Ein schönes Beispiel, wie man erfolgreich und erfolglos unter sonst gleichen Umständen Kaffee verkauft, habe ich in einem Blog von Herrn Wolfgang Sonnenberg gefunden, zu dem Sie HIER den Link finden.
Schauen Sie sich die beiden Bilder in dem Beitrag an und dann überlegen Sie, was sie vielleicht anders machen sollten.
Unter der Überschrift: “Geld ist nie das wirkliche Thema” zeigt Herr Sonnenberg eindrucksvoll auf, wie auf dem Frankfurter Hauptbahnhof, direkt in einer Hauptlauflage, ein Bistro es erfolgreich schafft, einen leeren Laden mit einem Kaffeangebot für einen EURO zu haben.
Direkt gegenüber findet sich eine internationale Kaffeekette, die das gleiche Getränk erfolgreich und deutlich teurer verkauft.
Man kauft also nicht nur den Kaffee, sondern offenbar auch immer ein Stück des Ladens mit.
Ansehen. Nachdenken. Konsequenzen ziehen. Wenn man mag
Cheerio
Stefan Picard
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Vilfredo Pareto (1848-1923) war ein italienischer Wissenschaftler, von dem Sie alle, direkt oder indirekt, bereits gehört haben. Er hat damals festgestellt, dass die Einkommens- und Vermögensverteilung in Italien ca. 20:80 war. Etwa 20% der Menschen besaßen 80% des Einkommens und Vermögens.
Was hat das denn jetzt mit Zeitmanagement zu tun?
Nun, diese Gesetzmäßigkeit findet nicht nur bei der damaligen Einkommensverteilung in Italien statt. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die 80/20 Regel in fast allen Lebensbereichen gilt. Manchmal sind es 85/15, 90/10 usw. Aber grundsätzlich gilt diese relativ große Ungleichgewichtsregel. Was bedeutet sie?
Grob gesagt: Mit 20% Ihres Inputs erreichen Sie 80% Ihres Outputs!
Aha! Das haben Sie schon irgendwie gehört. Es klappt aber nicht.
Schauen Sie doch mal in Ihrem Umfeld. Mit welchen Ihrer täglichen Beschäftigungen erzielen Sie den Großteil Ihres Einkommens (und mit welchen schlagen Sie sich nur herum)?
Aber auch anders herum: welche Personen/Firmen/Angelegenheiten bereiten Ihnen den meisten Ärger und Verdruss?
Sie werden vielleicht feststellen, dass jeweils wenige Ursachen für viel Wirkung verantwortlich sind. Viele Kunden tragen wenig zu Ihrem Erfolg bei, wenige Kunden tragen viel zu Ihrem Erfolg bei. Viele Menschen ärgern Sie nicht, einige wenige ärgern Sie aber sehr.
Und wie können Sie das ändern?
Eliminieren, dort wo es geht, wie bereits vorher besprochen. Echt und ehrlich darüber nachdenken, was weg kann. Dort, wo es nicht geht, Energien anders verteilen. Die vielen Kunden, welche nicht wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen, weiter Kunden sein lassen; aber die Betreuungsintensität deutlich verringern. Dafür mehr Zeit für Ihre Top-Kunden aufwenden. Oder für Ihre Freizeit.
Wenn Sie jemand dauernd ärgert und Sie brauchen ihn nicht (langfristig betrachtet), lassen Sie ihn über die Klinge springen. Auf Dauer erhalten Sie einen freieren Kopf und mehr Energie.
Sortieren Sie Ihre wichtigsten 20% der Tätigkeiten, Fähigkeiten, Personen etc. heraus und kultivieren Sie die bzw. den Kontakt mit diesen. Privat wie geschäftlich. Und ganz bewusst.
Sortieren Sie die 20% der negativsten Tätigkeiten, Fähigkeiten, Personen etc. heraus und eliminieren Sie die bzw. schränken die Energie ein, welche Sie diesen geben. Genau so bewusst.
Hinsetzen, nachdenken, analysieren, aufschreiben -> Zeit sparen, Freude gewinnen!
Viel Erfolg!
Stefan Picard
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Erst einmal ein paar einführende Worte: Vergessen Sie alles darüber!
Die meisten Menschen sind den ganzen Tag beschäftigt mit “wichtigen” Dingen. Abends fragt man sich dann oft, was man den ganzen Tag gemacht hat - und weiß nur, dass man unheimlich beschäftigt war und nicht mal gescheit zum Denken kam. Wenn Sie das kennen, dann sollten Sie weiterlesen.
“Beschäftigt zu sein” ist oft eine Ausrede dafür, nicht die paar wichtigen Dinge zu tun, die uns wirklich weiter brächten. Diese Dinge sind oft unbequem, erfordern Mut, ein wenig Recherche vielleicht etc. Stattdessen nutzen wir endlose Möglichkeiten, uns “sinnvoll” zu beschäftigen. Wir sortieren Outlook Kontakte, beantworten und schreiben x-mal am Tag Mails, ordnen die endlosen Mails in eine ausgearbeitete Ordnerstruktur ein - und verlieren trotzdem die Übersicht.
Es gibt eine bessere Möglichkeit. Und der Weg dahin ist nicht so schwer, wie man denken möchte. Heute und in den nächsten beiden Beiträgen werden wir einige grundlegende Themen Ihres neuen Zeitmanagements besprechen. Ich praktiziere es seit einiger Zeit selbst - und es hilft enorm bei der Steigerung meiner persönlichen Produktivität.
Das hier Gesagte gilt übrigens sowohl für Unternehmer als auch für Angestellte. Im letzteren Fall hilft es allerdings deutlich, wenn es eine Art “Zielvereinbarung” mit dem Chef gibt, eine definierte Erwartung, welche an das Ergebnis Ihrer Position gestellt wird. Sonst passiert es Ihnen höchstwahrscheinlich, dass mit gesteigerter Produktivität einfach noch mehr von Ihnen verlangt wird…
Vor zwei Wochen wurde das Thema bereits angesprochen: Es geht um Eliminierung von nicht zielführenden Zeitfressern.
Fangen wir aber heute zunächst einmal mit zwei Definitionen an, bevor wir das Thema der Eliminierung näher betrachten: Effektivität und Effizienz
- Effektivität = die Dinge tun, die Sie näher an Ihr Ziel bringen
- Effizienz = gut bei der Erledigung einer Aufgabe oder Tätigkeit zu sein (egal ob diese Tätigkeit wichtig für die Erreichung Ihrer Ziele ist)
Der Knackpunkt liegt hier ganz deutlich bei dem, was in Klammern steht. Man kann sehr effizient in der Erledigung bestimmter Aufgaben sein, ist damit aber noch lange nicht effektiv.
Angenommen Sie sind im Vertrieb und müssen eine Liste nutzloser Kontakte abtelefonieren, dann ist das effizient, wenn Sie die durch haben. Gut gemacht! Effektiv wäre aber, nach einer gewissen Zeit dem Chef zu sagen, dass die Trefferquote nichts taugt - und dann etwas anderes zu versuchen, das vielleicht mehr bringt.
Wenn Sie 30 mal am Tag Ihre E-Mails checken, sofort beantworten und in Ihrem fein ausgearbeiteten Ordnersystem ablegen, sind Sie zwar sehr effizient, aber wahrscheinlich nicht effektiv. Machen Sie das aber ein- oder zweimal am Tag, dann können Sie bestimmte Themen des gleichen Absender zusammenfassen (-> alles wird übersichtlicher). Sie werden außerdem nicht laufend von anderen Tätigkeiten abgelenkt und gewinnen per Saldo Zeit.
Schauen Sie selbst, wo bei Ihnen Eliminierungsbedarf besteht. Oder wo Sie Möglichkeiten haben, Aufgaben zusammenzufassen und dadurch freie Zeit zu gewinnen.
Und jetzt hie noch zwei Aussagen, die ich, wie die obigen Anregungen aus einem Buch des amerikanischen Autors Tim Ferris habe:
- Etwas Unwichtiges gut zu tun, macht es nicht wichtig!
- Eine Aufgabe wird nicht dadurch wichtig, dass sie zeitaufwändig ist
Das reicht für die erste Woche. Nächste Woche reden wir ein wenig über Herrn Pareto.
Eine schöne Woche
Stefan Picard
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Nachdem Sie sich nun bestimmt Gedanken darüber gemacht haben, was Sie alles NICHT mehr tun sollten (Achtung: jeden Tag kommen neue “Anforderungen”), gibt es hier ein paar Tipps, wie man zeitsparend und effizienzsteigernd delegiert:
Als erstes ist einmal wichtig, welche Aufgaben man delegiert. Periodisch wiederkehrende Aufgaben eigenen sich dazu ebenso, wie zeitintensive Recherchen, Analysen, Zusammenstellungen verschiedener Fakten etc.
Hier meine Tipps:
- Geben Sie keine Lizenz zum Zeit verschwenden, d.h. setzen sie klare und kurze Ziele für die Dauer der Aufgabe. Setzen Sie eventuell Zwischenziele für Zwischenergebnisse, damit sie sehen, ob die Aufgabenlösung sich in Ihrem Sinne entwickelt. Nach Erreichen der Zwischenziele kann man dann weitere Zeiten definieren
- Setzen Sie klare Zeitziele für das Ende der Aufgabe: viele von uns funktionieren erst dann, wenn ein gewisser Zeitdruck entsteht. Außerdem bewahrt Zeitdruck davor, sich in allen möglichen Verästelungen einer Aufgabe zu bewegen
- Geben Sie einer Person nicht zu viele Ziele auf einmal und setzen Sie eine Prioritätenliste, damit der/die Mitarbeiter wissen, was zuerst zu erledigen ist
- Lassen Sie die gestellte Aufgabe durch den Aufgabenempfänger in seinen Worten wiederholen. Das macht Ihnen deutlich, wo eventuell Verständnisprobleme entstanden sind.
Es macht etwas mehr Arbeit im Vorfeld, weil man selbst genauer nachdenken muss. Auf Dauer sparen Sie damit aber Zeit. Zeit, die Sie für sich oder andere Businessaufgaben nutzen können.
Cheerio/Stefan Picard
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Das Rätsel letzte Woche war schwer, und atmen Sie auf, dieses ist es ebenso. Ich muß sogar zugeben, dass ich es Anfangs schwerer als das Einstein Rätsel letzte Woche fand. Dies mag aber nur mein Eindruck sein, lassen Sie sich überraschen.
Die Geschichte hinter dem Rätsel ist schnell erzählt. Stellen Sie sich einen Gang in einem Studentenwohnheim vor. In diesem Gang befinden sich sechs Zimmer, von denen jedes einen lateinamerikanischen Studenten beherbergt. Unter den Studiosis befinden sich 2 Frauen und 4 Männer. Jeder trägt einen anderen Namen und bewohnt ein eigenes Zimmer. ABER jeweils zwei Studenten kommen aus demselben Land, studieren dasselbe Fach, oder haben dasselbe Alter.
Wer wohnt nun wo, studiert was, kommt aus welchem Land und ist wie alt?
Zur Lösung gibt es wieder einen Satz verklärter Hinweise, wie z.B.:
Maria kommt aus Nicaragua.
Juan hat das Zimmer mit der Nr. 5
Der Student von Zimmer Nr. 3 studiert Medizin.
Jaime ist mit 19 Jahren mit Abstand der Jüngste und wohnt zwischen den beiden Frauen.
Die beiden ältesten Studenten (25 u. 26) haben die Zimmer 5 und 6, in dieser Reihenfolge.
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Auch dieses Rätsel bleibt unseren “Schlaumeiern” vorbehalten, zu denen Sie aber gerne, nach einer kleinen Eingangsprüfung, stoßen dürfen, vorbehalten.
Wenn Sie an dem Rätsel teilnehmen möchten, aber noch nicht Mitglied unserer Schlaumeier-Gruppe sind, klicken Sie bitte hier.
Sollten Sie bereits ein “Schlaumeier” sein, können Sie hier klicken.
Und so wünschen wir Ihnen ein weiteres Mal rauchende Hirnwindungen, viel Spaß und Erfolg!
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Wer kennt Gedanken wie diesen nicht: „Bevor ich gleich meine Steuererklärung mache, putze ich noch schnell das Bad und spüle ab und dann setze ich mich ganz bestimmt dran.“ Das Phänomen der Aufschieberitis bezeichnen Psychologen mit dem Begriff Procrastination. Sie ist sehr weit verbreitet. „Jeder schiebt Sachen auf“, erklärt Ralf Schwarzer, Professor für Gesundheitspsychologie an der Freien Universität Berlin. „Das ist auch der Grund, warum kurz vor Weihnachten die Fußgängerzonen überquellen.“ Hier finden Sie 10 praxiserprobte und sofort anwendbare Tipps gegen Aufschieberitis.
1. Es beginnt im Kopf!
Der Einstieg ist am schwersten: Einsehen, daß es sich bei den chronischen Terminproblemen nicht um ein Naturgesetz handelt oder um die Schuld der Kunden – sondern um ein Verhaltensmuster, das Sie selbst ändern können.
2. Nicht schätzen, sondern messen
Lernen Sie, Ihre Zeit realistisch einzuschätzen. Messen Sie mit der Uhr, wie viele Stunden und Minuten Sie für typische Arbeiten brauchen. Und zwar ehrlich und über einen längeren Zeitraum, nicht nur unter optimalen Bedingungen. Ein Ingenieur benötigt beispielsweise im Schnitt 60 Minuten, um eine Seite Gebrauchsanweisung zu verfassen. Wenn er sehr gut drauf ist, geht es auch in 15 Minuten. Aber er sollte der Versuchung widerstehen, das Minimum als Norm anzusetzen!
3. Jeder Tag zählt
Zerlegen Sie größere Aufgaben in übersichtliche Einheiten von höchstens 1 Tag Länge. Vereinbaren Sie zum Beispiel mit Ihrem Kunden, daß er bestimmte Zwischenstadien vorab zu sehen bekommt. Damit bringen Sie sich selbst in Zugzwang und schlagen der Aufschieberitis ein Schnippchen.
4. Die unantastbare To-do-Liste
Erstellen Sie in den nächsten 2 Wochen für jeden Tag eine To-do-Liste mit klaren Prioritäten. Halten Sie sich – nur diese 2 Wochen lang – beim Erledigen strikt an die Reihenfolge. Aufschieber neigen dazu, bei solchen Listen die leichten Arbeiten zuerst zu erledigen.
5. Beißen Sie in den sauren Apfel
Erledigen Sie das “Hindernis des Tages”, die unangenehmste Tätigkeit zuerst. Vertilgen Sie den sauren Apfel, und er wird Ihnen nicht mehr den ganzen Tag verderben. Stürmen Sie drauf zu. Stellen Sie sich vor der Erledigung das gute Gefühl der Erleichterung vor, wenn Sie es geschafft haben. Wenn das Haupthindernis erst einmal weg ist, gelingen Ihnen die anderen Aufgaben wie von selbst!
6. Der Minuten-Trick
Schreiben Sie hinter die unangenehmsten und häufig aufgeschobenen Aufgaben die Zeitdauer, die Sie vermutlich dafür benötigen. Dabei werden Sie ab und zu schmunzeln: Mancher 10mal verschobene “saure Apfel” besteht nur aus einem Anruf (5 Minuten) oder einem handgeschriebenen Fax (3 Minuten). Da dauert das Verschieben länger als das Erledigen!
7. Offen darüber reden
Teilen Sie anderen Ihre Probleme mit. Aufschieber sind oft in einem Teufelskreis der Scham gefangen: Sie trauen sich nicht mehr zuzugeben, wie sehr sie hinter Ihrem Zeitplan zurückliegen, und verbauen sich dadurch die Chance, daß ihnen jemand hilft.
8. Das Gegenteil testen
Probieren Sie es wenigstens ein einziges Mal aus: Erledigen Sie eine Aufgabe viele Tage früher, als Sie müßten. Vielleicht finden Sie Gefallen an dem neuen Gefühl, etwas weit vor dem Termin geschafft zu haben. Heben Sie die erledigte Arbeit auf, und geben Sie sie pünktlich zum vereinbarten Termin ab. Spüren Sie in sich die kraftvolle Ruhe, die von dieser Tat ausgeht!
9. Den GAU bedenken
Fragen Sie sich bei unangenehmen Aufgaben: “Was ist der Größte Anzunehmende Unfall (GAU), wenn ich es tue?” Vielleicht ist es nur ein kurzer Vorwurf, den Sie sich anhören müssen. Selten ist dieser GAU die Sorgen wert, die Sie sich vorab darüber machen.
10. Nichts tun!
Ein verblüffender Trick: Legen Sie das verhaßte Projekt mit allen erforderlichen Unterlagen vor sich hin und zwingen Sie sich, es 15 Minuten nur anzusehen. In der Regel werden Sie durch das Herumsitzen so frustriert, daß Sie die ungeliebte Arbeit anpacken, bevor die Viertelstunde um ist.
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So lösen Sie konstruktiv Konflikte über Ihre Zeit. Viele Paare streiten sich nicht etwa über Geld, sondern über Zeit: Wer muss von der Arbeit daheim bleiben, wenn der Kundendienst für die defekte Waschmaschine kommt? Wer darf am Samstag ausschlafen, während der andere mit den Kindern frühstückt? Wie viel Zeit hat man füreinander? Darf Er abends 1 Stunde am PC oder Sie am Telefon „vertrödeln“, wenn noch Chaos in der Wohnung herrscht?

Reden Sie über Ihre Zeit!
Eine der häufigsten Ursachen von Konflikten: unausgesprochene Erwartungen. Schauen Sie am Sonntagabend gemeinsam Ihre Terminkalender für die kommende(n) Woche(n) durch. Teilen Sie einander Ihre Termine mit und was Sie für einen Eindruck von den kommenden Tagen haben, z. B.: „Es wird eher ruhig …“ Oder: „Ich habe vor, mal richtig im Büro zu powern.“ Sprechen Sie aber auch über die laut Kalender noch freie Zeit. Sie werden dabei merken, dass Sie auch diese Zeit insgeheim schon teilweise verplant hatten.
Tipp: Erzählen Sie einander als Erstes, wie Sie diese Zeit gerne verbringen würden. Beginnen Sie dabei mindestens einen Ihrer Sätze mit „Ich würde gerne mit dir …“. Listen Sie erst danach all die Dinge auf, die Ihrer Meinung nach getan werden sollten.

Erforschen Sie Ihr familiäres Zeiterbe
Der Spruch „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ ist Ihnen sehr vertraut? In der Familie Ihres Partners galt möglicherweise ein gelassenes „Alles zu seiner Zeit“ oder ein gehetztes „Zeit ist Geld“. Tipp: Sagen Sie einander, welche Zeitgewohnheit des anderen Sie besonders stört: „Ich fühle mich gestresst, wenn du spontan Leute einlädst.“ – „Mich nervt, wenn du noch die Küche aufräumst, während ich schon im Flur zum Weggehen bereitstehe.“

Für Planer:
Teilen Sie gemeinsam den Zeitkuchen
Viele Paare planen ihr Wochenende zwar, überfrachten es dabei aber hoffnungslos. simplify-Tipp: Bei einer realistischen Tagesplanung hilft Ihnen ein Zeitkuchen. Nehmen Sie ein Stück Papier, und zeichnen Sie für den betreffenden Tag einen großen Kreis – das ist Ihr Zeitkuchen. Zeichnen Sie erst die großen Stücke ein, die bereits feststehen, z. B.: Schlaf (8 Stunden = 1/3 des Kuchens), Essen (3 Stunden inklusive Zubereitung = 1/8), Besuch bei Freunden (4 Stunden inklusive Fahrt = 1/6) … Danach erkennen Sie deutlich, wie groß das Segment ist, das Ihnen zusammen oder für individuelle Interessen noch bleibt.

Für Spontane: Wählen Sie ein Tagesmotto
Wer beruflich stark in Termine eingezwängt ist, hat oft keine Lust, sein Wochenende auch noch minutiös zu planen. Tipp: Einigen Sie sich für Samstag und Sonntag jeweils auf ein Motto – beispielsweise Entspannung, Geselligkeit, Kleinkram, Haushalt, „Nur wir zwei“ … . Notieren Sie Ihr Motto und alles, was Ihnen dazu einfällt, auf einem großen Stück Papier, das Sie als Ideengeber für den entsprechenden Tag an Ihre Pinnwand oder den Kühlschrank hängen. Auf diese Weise geben Sie eine Richtung für Ihr Wochenende vor und bewahren sich zugleich jede Menge Spielräume.

Gleichberechtigung:
Halbe-halbe oder jedem das Seine?
Manche Paare sind auch in puncto Zeit sehr auf Gleichheit bedacht: Sie gönnen einander abwechselnd ein freies Wochenende oder bleiben bei Bedarf (Handwerker im Haus, krankes Kind etc.) abwechselnd daheim. Andere Paare versuchen eher, in jeder Situation neu auszuloten, wer was leisten kann und wer wie viel Freiräume braucht.
Tipp: Beides kann funktionieren, vorausgesetzt, Ihre innere Haltung passt dazu. Wichtig bei „50:50“: Führen Sie nicht kleinkrämerisch Buch über (Zeit-)Soll und -Haben. Wichtig bei „jedem das Seine“: Denken Sie nicht insgeheim „Meine Zeit ist doch wichtiger als deine“.

Taschenzeit zur freien Verfügung
Gerade wenn Zeit für beide ein knappes Gut ist, kommt manchem der Vorwurf der Zeitverschwendung leicht über die Lippen („Gibt es denn nichts Wichtigeres als …?“) und sorgt für schlechte Stimmung zuhause.
Tipp: Gönnen Sie sich gegenseitig eine „Taschenzeit“ – mindestens 1 Abend pro Woche oder jeden Abend 1/2 Stunde. Diese Taschenzeit darf jeder von Ihnen nach Belieben verwenden – ohne schlechtes Gewissen gerade auch für Aktivitäten, die in den Augen des anderen unter „Vertrödeln“ rangieren. Vielleicht gelingt es Ihnen eines Tages sogar, sich darüber zu freuen, dass Ihre Frau sich beim Telefonieren, Ihr Mann sich beim Surfen am Computer entspannt!
Quelle: www.simplify.de
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Jeff Campbell ist der Chef der amerikanischen Gebäudereinigungsfirma Clean Team und Autor mehrerer Bücher zum Thema Saubermachen. Hier die eisernen Regeln, nach denen seine Leute arbeiten, ergänzt um die Erfahrungen zweier deutscher Putzprofis.
1. Benutzen Sie Profi-Gerät
Kaufen Sie sich eine robuste Handwerkerschürze mit Taschen (gibt’s im Baumarkt). Dort kommen hinein: 1 alte Zahnbürste (ideal für Schmutz in Winkeln), 1 Rasierklinge mit Halter (zum Entfernen von Schmutz auf Fensterscheiben), 1 Spachtel (zum Abkratzen von hartnäckigen Sachen), und genügend Baumwolltücher (zerschnittene alte T-Shirts oder Bettwäsche). In eine der Schürzentaschen klemmen Sie mit Clips einen kleinen Plastikbeutel, das ist Ihr tragbarer Abfalleimer. In einem Tragekorb haben Sie alle Putzmittel, größere Bürsten, weitere Tücher, 1 Schwammtuch und 1 Schwamm bei sich.
2. Optimieren Sie Ihre Bewegungen
Putzen Sie einmal durch jeden Raum, und zwar im Uhrzeigersinn, bei der Tür beginnend. Laufen Sie nicht hin und her – Ihr Arbeitsgerät haben Sie ja immer direkt zur Hand. Gehen Sie einmal durch den Raum, dann muß er fertig sein – bis auf den Fußboden. Das Bodenputzen ist der 2. Arbeitsgang, bei dem Sie dann möglichst nonstop durch alle Räume gehen.
3. Arbeiten Sie von oben nach unten
Grundsätzlich. Immer. Ohne Ausnahmen.
4. Halten Sie Ihre Geräte in Ordnung
Hier niemals sparen! Die Rasierklinge muß scharf sein, sonst verkratzt sie alles. Verwenden Sie nur beste Reinigungsmittel. Kaufen Sie die im Fachgeschäft und lassen Sie sich beraten. Gehen Sie großzügig mit den Putztüchern um. Weil sie Ihnen Zeit sparen helfen, sind gute Arbeitsmittel eine lohnende Investition.
5. Werkzeug immer zurück an seinen Platz
Nichts ist nerviger, als nach der Bürste oder dem Sprühreiniger zu suchen. Stellen Sie alles sofort zurück in Ihren Arbeitskorb, oder stecken Sie es an den richtigen Platz in Ihrer Schürze.
6. Flächen freiräumen, dann putzen
Profis arbeiten niemals kunstvoll um Vasen und Nippes herum, sondern stellen alles vorher auf den Boden, und zwar an die Stelle, die dem Originalstandort am nächsten ist. Dann ist es leicht, alles danach wieder an den richtigen Platz zurückzustellen.
7. Was nicht schmutzig ist, wird nicht geputzt
Horizontale Flächen sind fast immer verstaubt und schmutzig, vertikale eher selten. Sind Kacheln an einer Stelle verschmiert, nur an dieser Stelle wischen.
8. Wischen statt wirbeln
Ein leicht angefeuchtetes Tuch eignet sich zum Staubwischen besser als der klassische trockene Staublappen. Der Staub fliegt nicht herum, und Flecken werden gleich mit entfernt. Bei empfindlichen Holzflächen machen Sie es genauso, nur nicht mit Wasser, sondern mit Möbelpolitur.
9. Benutzen Sie beide Hände
Ein Beispiel: In der einen Hand haben Sie die Spachtel zum Entfernen von festgeklebtem Schmutz, in der anderen einen feuchten Lappen, mit dem Sie die Krümel aufnehmen. Die Benutzung der sonst nicht genutzten Hand spart nicht nur Zeit, sondern ist auch gesund für Ihre Muskulatur und Ihre Gehirnfunktionen!
10. Geteilte Arbeit ist halbe Arbeit
Wenn irgend möglich, arbeiten Sie zu zweit. Das macht mehr Spaß, und es geht schneller. Außerdem wissen die Kinder oder Ihr Partner (bzw. Ihre Partnerin) die saubere Wohnung dann viel mehr zu schätzen.
11. Aufhören, wenn’s sauber ist
Entwickeln Sie beim Saubermachen keine stumpfsinnige Begeisterung. Machen Sie’s wie ein Profi: Wenn es sauber ist, gehen Sie zur nächsten Station. Stehlen Sie sich nicht Ihre wertvolle Freizeit.
12. Setzen Sie ein Zeitlimit
Im Lauf der Zeit werden Sie wissen, wie lange Sie für welche Arbeit brauchen. Setzen Sie sich einen zeitlichen Endpunkt und planen Sie eine kleine Belohnung nach getaner Arbeit. Dann machen Sie sich mit olympischem Sportsgeist an die Aufgabe, frei nach dem Werbeslogan: “Wer schneller putzt, hat schneller Pause.”
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Wie sich pünktliche Menschen Stress mit Unpünktlichen ersparen. Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige, sagt der Volksmund. Er weiß aber auch: Wer pünktlich ist, ist oft allein. So schaffen Sie es, pünktlich zu bleiben, ohne an der Unpünktlichkeit anderer zu verzweifeln.
Dezenter Hinweis in Sachen Realismus
Viele Verspätungen sind absehbar. Vielleicht nicht für die notorischen Zuspätkommer, aber für Sie. Wenn sich Ihr Freund mit Ihnen um 17.30 Uhr in der Innenstadt treffen will, Sie aber wissen, dass er selten vor dieser Zeit das Büro verlässt, haken Sie nach: „Machst du früher Schluss? Dann richte ich mir das auch ein und mache meine Erledigungen morgen.“ Mit dieser Bemerkung bringen Sie Ihren Freund dazu, die Zeit realistischer zu kalkulieren. Und Sie signalisieren, dass das Arrangement auf Leistung und Gegenleistung beruht: Er verlässt das Büro früher, Sie verzichten darauf, vorher noch das bestellte Buch abzuholen. Dann lohnt sich der Aufwand für beide. Tipp: Belassen Sie es bei einer Frage. Ob die Uhrzeit für Ihren Freund realistisch ist oder nicht, kann nur er selbst entscheiden.
Machen Sie Plan B
Lassen Sie Ihre Bekannte oder Ihren Bekannten wissen, dass Sie rund um Ihre Verabredung noch anderes vorhaben. Das gilt speziell für Termine mit mehreren Leuten. Z. B.: „Ich komme mit der U-Bahn statt mit dem Fahrrad – dann können wir pünktlich um 18.30 Uhr mit unserer Planung zum Pfarrfest beginnen, und ich kann um 20.00 Uhr noch zum Sport.“ Reden Sie vorher darüber, welche Folgen eine Verspätung für Sie hätte:„Wenn einige zu spät kommen und wir den Ablaufplan deshalb bis kurz vor 8 nicht schaffen, müsst ihr ihn ohne mich fertigstellen.“ Wichtig: Dass Zuspätkommer auf der Arbeit sitzen bleiben, soll keine Strafe sein, sondern ist eine logische Konsequenz aus der vertrödelten Zeit. Verzichten Sie also auf den moralischen Zeigefinger. Dasselbe gilt, wenn Sie nach langer Wartezeit unverrichteter Dinge vom Treffpunkt verschwinden. Sie tun das nicht vom Standpunkt eines Erziehers aus oder gar aus Bosheit, sondern wegen Ihrer eigenen zeitlichen Erfordernisse. Tipp: In Teams, in denen ein gutes Klima herrscht, erziehen sich die Mitglieder oft gegenseitig mit humorvollen Sanktionen zu mehr Pünktlichkeit, z. B.: Wer über 10 Minuten zu spät kommt, muss die Getränke bezahlen, räumt hinterher den Raum auf, übernimmt das Protokoll …
Nehmen Sie’s nicht persönlich
Pünktliche Menschen ärgern sich oft darüber, dass der andere ihren Einsatz scheinbar für selbstverständlich hält. Denken Sie daran: Die Person, mit der Sie zu tun haben, hat in erster Linie ein Problem mit ihrer eigenen Zeiteinteilung. Salopp gesagt: Sie kriegt’s nicht auf die Reihe. Das macht die Lage zwar nicht besser, aber weniger verletzend.
Feedback statt Anklage
Falls Sie sich dennoch gekränkt fühlen, sagen Sie das Ihrem Gegenüber. Verzichten Sie dabei auf Unterstellungen („Du hast doch von vornherein gewusst, dass du nicht pünktlich kommst“) und pauschale Vorwürfe („Das ist doch immer dasselbe“). Bleiben Sie bei sich: „Ich fühle mich wie bestellt und nicht abgeholt“ oder „Es gibt mir das Gefühl, als sei meine Zeit weniger wert als deine“. Der oder die andere soll merken, wie sein Verhalten bei Ihnen ankommt.
Nobody is perfect
Manche Menschen meinen, sie müssten alles 150%ig erledigen – und sind deshalb oft zu spät dran. Ihr Sportsfreund hätte Ihnen den Artikel für die Vereinszeitung schon vorgestern geben sollen, aber Sie haben ihn immer noch nicht? Sagen Sie ihm das nächste Mal schon bei der Artikelplanung, dass Sie lieber selbst noch einmal einen Blick darauf werfen, als einen perfekten Text zu erhalten, der für die Ausgabe zu spät kommt.
Keine Hektik!
Ganz besonders im Umgang mit unpünktlichen Menschen gilt: Treiben Sie sich vor dem Termin nicht zu absoluter Pünktlichkeit an, sondern nehmen Sie sich genügend Zeit für die kleinen Dinge, die Ihnen wichtig sind. Der abschließende Blick über Ihre Unterlagen, bevor Sie Ihren Schreibtisch verlassen, das freundliche Wort, mit dem Sie ein Telefonat beenden, die Tasche, in die Sie tatsächlich alles einpacken, was Sie für den Tag noch brauchen – all das hilft Ihnen, mit einem guten Gefühl zu Ihrem Termin zu gehen. Verzichten Sie nicht darauf, bloß um 2 Minuten zu sparen. Sonst sind Sie umso ärgerlicher, wenn Ihr Gegenüber tatsächlich zu spät kommt. Tipp: Nehmen Sie immer eine kleine Beschäftigung für eventuelle Wartezeiten mit, z. B. eine Zeitschrift, die Sie ohnehin noch durchblättern wollten.
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