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Archiv für die ‘Ratgeber Leben’ Kategorie

Glückspilz-Training

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Einfache Strategien für ein glücklicheres Leben.
Per Zeitungsannonce suchte der britische Psychologe Richard Wiseman Pechvögel und Glückspilze, lud sie in sein Testlabor ein und ließ sie die Bilder in einer Zeitschrift zählen. Mitten in dem Magazin aber stand in großen Buchstaben: „Hören Sie auf zu zählen. Sagen Sie dem Versuchsleiter, dass Sie diesen Satz gefunden haben und kassieren Sie 100 Pfund.“ Von denen, die sich für Glückspilze hielten, entdeckten viele die Botschaft. Die selbsternannten Pechvögel sahen die Glücksnachricht bis auf wenige Ausnahmen nicht. Mit diesem und anderen Experimenten hat Wiseman herausgefunden, wie auch angeblich vom Unglück verfolgte Menschen ihr Glück finden können.

Maximieren Sie Ihre Zufalls-Chancen

Vielleicht haben Sie in Ihrem Bekanntenkreis jemanden, der häufig in Preisausschreiben gewinnt. Fragen Sie ihn, wie oft er an solchen Preisrätseln teilnimmt – mit Sicherheit sehr viel öfter als Sie! Das ist noch ein eher harmloses Beispiel. Erfolgreiche Menschen sind meist extrovertiert, unterhalten sich häufig mit anderen und geben viel von sich preis. simplify-Technik: Knüpfen Sie ein „Glücks-Netz“ und pflegen Sie Ihre Kontakte. Stellen Sie zu möglichst vielen Menschen solide, langfristige Bindungen her. Dass Sie auf einer Party von einem wildfremden Talentsucher entdeckt werden, ist unwahrscheinlich. Derjenige, der Ihnen eines Tages zu Ihrem Traumberuf verhelfen kann, ist immer jemand, den Sie schon länger kennen (bei dem Wort „Traumberuf“ ungläubig abzuwinken ist übrigens typisches Pechvogel-Verhalten).

Bleiben Sie offen für Überraschungen

Sie erkennen mögliche Chancen besser, wenn Sie locker bleiben und nicht zu verbissen an Ihren Zielen festhalten. Glückspilze berichten immer wieder, wie sie die entscheidende Gelegenheit zufällig am schwarzen Brett entdeckten oder im Internet darauf stießen.

simplify-Technik: Erinnern Sie sich an eine verpasste Chance. Drehen Sie in Gedanken die Uhr zurück und malen Sie sich den Verlauf der Szene anders aus. Sie werden sehen: So groß ist der Unterschied gar nicht. Neugier, Gelassenheit und Mut sind wichtige Zutaten Ihrer möglichen Karriere als Glückspilz.

Vertrauen Sie Ihrer Intuition

Wagen Sie es, Entschlüsse „aus dem Bauch heraus“ zu treffen. Erinnern Sie sich an eine schlimme falsche Entscheidung. Meist hatten Sie damals spontan den richtigen Riecher, ließen sich aber durch Nachdenken oder Überredung zu einem Fehler verleiten. Lernen Sie daraus. Sagen Sie jetzt zu der inneren Stimme Ihres Unbewussten: „Danke. Das nächste Mal höre ich auf dich!“

simplify-Technik: Stellen Sie sich bei kniffligen Entscheidungen einen weisen alten Mann (oder eine weise Frau) vor und halten Sie ein vertrauliches Zwiegespräch. Auf den Rat des/der Alten können Sie sich verlassen!

Rechnen Sie mit einer guten Zukunft

Gegen diesen Rat verstößt Deutschland zurzeit kollektiv. Lassen Sie sich nicht anstecken, sondern machen Sie sich klar: Jede Wahrnehmung ist selektiv, jede Analyse und jede Prognose erfassen stets nur einen Ausschnitt. Trennen Sie deutlich: Wissen Sie aus eigener Empfindung, dass es Ihnen schlechter geht, oder beruhen diese Empfindungen auf den Meldungen der Medien? Hüten Sie sich vor den sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. Zufriedenheit ist – völlig unabhängig von Geld – auch im wirtschaftlichen Niedergang möglich.

simplify-Technik: Rechnen Sie nicht in relativen Zahlen („Ich kann mir nur halb so viel leisten wie mein Nachbar“), sondern in absoluten („Ich leiste mir einen Wein für 15 €“). Glückspilze, so Wiseman, vergleichen nicht, sondern genießen. Eine ideale Hilfe für diese neue Sicht auf Ihr Leben ist das Glückstagebuch (siehe nächste Seite).

Verwandeln Sie Unglück in Glück

Auch die größte Katastrophe enthält ein Quäntchen Glück, so wie jede Idylle etwas Negatives enthält. „Das Beste daraus zu machen“ ist die herausragende Fähigkeit der Glücksmenschen.

simplify-Technik: Üben Sie diese Sichtweise in harmlosen Situationen. Beispiel: Sie haben sich im Supermarkt an die langsamste Warteschlange angestellt – dann unterhalten Sie sich freundlich mit der Person vor oder hinter sich. Sagen Sie sich, dass dieses Gespräch nur möglich wurde durch Ihr Pech, in der „falschen“ Reihe zu stehen.

Grübeln Sie nicht über vergangenes Pech

Leichter gesagt als getan! Wenn Ihre Gedanken zurückschweifen („Hätte ich doch damals bloß nicht …“), dann zwingen Sie sich aber wenigstens dazu, aus dem damals passierten Fehler zu lernen. Formulieren Sie „goldene Sätze“ für sich, was Sie in Zukunft in einer ähnlichen Situation tun werden. Beugen Sie zukünftigem Pech aktiv und bewusst vor.

simplify-Technik: Denken Sie an die berühmte Geschichte des IBM-Managers, dessen Unternehmen durch seine falsche Entscheidung 2 Millionen Dollar verlor. Er ging zum Chef und bat um seine Entlassung. Der rief: „Sind Sie wahnsinnig? Gerade haben wir 2 Millionen Dollar in Ihre Ausbildung investiert!“

Wenn Sie intensiver einsteigen wollen: Richard Wiseman, So machen Sie Ihr Glück. Mosaik Verlag, München 2003. 19,90 €. ISBN 3-442-39044-3.

Jochen Kohler (Dienstag, der 28. Juli 2009 / 11:45) | Keine Kommentare | Permalink

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Finden Sie Ihren Polarstern

orientierungWie Sie zu Ihrem persönlichen Lebensziel finden.

Wenn Sie einmal den Polarstern entdeckt haben, werden Sie ihn immer wieder finden. Zu jeder Jahreszeit und Stunde befindet er sich stets an derselben Stelle. Das Weltall scheint sich um ihn zu drehen, und wo der Polarstern ist, ist immer Norden. So orientierten sich schon vor vielen Jahrtausenden die Seefahrer oder die Reisenden in der Wüste. Heute kennen ihn nur noch wenige.
Noch viel weniger Menschen wissen, dass es einen solchen unverrückbaren Orientierungspunkt auch in ihrem Inneren gibt. Wer seinen Orientierungspunkt nicht kennt, fühlt sich oft müde, allein gelassen und unzufrieden. Wer seinem Polarstern folgt, führt ein glückliches, und erfülltes Leben. Es gibt Menschen, die einen intuitiven Zugang zu ihrem Stern haben. Die meisten anderen brauchen dazu etwas Anleitung. Seit vielen Jahren macht die amerikanische Lebensberaterin Martha Beck nichts anderes, als Menschen diese Fähigkeit beizubringen. Hier ist ihre Methode:

Unterscheiden Sie zwischen Ich und Selbst
Ihr Selbst, Ihr einzigartiger innerster Wesenskern, wurde gestaltet, noch bevor Sie geboren wurden. Es steckt in Ihren Genen, es weist über Sie hinaus. Ihr Selbst ist unabhängig davon, wann und wo und in welcher Kultur Sie geboren und erzogen wurden. Ihr Ich dagegen wurde und wird geprägt durch Ihre Umwelt, die Menschen um Sie herum, Ihre Erziehung, die Religion und viele andere Faktoren. Ihr Ich lernt ständig. Es ist nicht besser oder schlechter als Ihr Selbst. Nur: Ihr Lebensglück leidet, wenn Ich und Selbst zu weit voneinander entfernt liegen. Wenn Ihr Ich das Selbst aus den Augen verliert, wird Ihr Leben fade und lustlos. Sie verlieren Energie, werden körperlich krank oder suchen Zuflucht in einer Sucht.

Lassen Sie Ihr Ich ausruhen
Es klingt paradox: Um den im Selbst verborgenen Polarstern zu finden, muss das Ich einmal zurücktreten. Das klingt leichter, als es ist. In all unseren Lebensjahren haben wir gelernt, ein möglichst perfekt funktionierendes Ich zu erschaffen: von anderen akzeptiert werden, effizient arbeiten, andere glücklich machen. Zugang zum Polarstern bekommen Sie durch Nicht-Tun. Es ähnelt dem Nichtstun, erfordert aber Ihre innere Aufmerksamkeit. Viele Menschen tun sich schwer, sich selbst zurückzunehmen und alles Gelernte loszulassen. „Ich muss doch Geld verdienen“, sagen sie. Wenn Sie aber in Kontakt mit Ihrem Polarstern sind, so die vielfache Erfahrung von Martha Beck, werden Sie Ihren Lebensunterhalt viel müheloser und lustvoller verdienen.

Erinnern Sie sich an Ihr Selbst
A. Erinnern Sie sich: Zu welchen Aktionen haben Sie immer Lust? Was macht Sie stets wach? Schreiben Sie 3 solche Aktivitäten auf und kreisen Sie zum Schluss die allerschönste der 3 ein. Tun Sie das bei den nächsten Fragen auch.
B. Welche Menschen nerven Sie nie? In der Gesellschaft von wem sind Sie eigentlich immer gut gelaunt? Schreiben Sie 3 Namen auf.
C. Wann waren Sie in Ihrem Leben außergewöhnlich gesund? Schreiben Sie 3 Situationen auf, in denen Sie ganz besonders fit und gut drauf waren.
D. An welche Art von Dingen können Sie sich besonders gut erinnern? Jeder Mensch hat ein partielles Supergedächtnis – der eine kann sich Pflanzennamen merken, aber keine Telefonnummern, der andere merkt sich technische Angaben aus Prospekten, aber keine Personennamen. Notieren Sie die 3 besten Merk-Kategorien Ihres Gehirns.
E. Bei welcher Art von Aktivität vergessen Sie die Zeit um sich herum? Wieder 3 schriftlich festhalten.
F. Gibt es Orte, Dinge, Personen, von denen Sie magisch angezogen werden? 3 notieren, Nummer 1 markieren.
G. Was muss passieren, damit Sie in guter Stimmung sind? Alle Arten von Nennungen sind erlaubt: Wetter, Geld, Menschen, Tiere, Kleidung usw. Das sind die letzten 3 Angaben auf Ihrer Polarstern-Liste.

Erschaffen Sie sich Ihre Idealsituation
Bilden Sie aus den 7 markierten Beschreibungen aus Ihrer Liste ein traumhaft schönes Szenario: An einem herrlichen Tag machen Sie A zusammen mit B. Sie fühlen sich prächtig, noch besser als damals bei C. Sie reden über D, als ein Brief eintrifft: ein Angebot, zu einem sehr guten Gehalt E zu machen, und der Job ist sogar verbunden mit F. Jetzt fühlen Sie sich wie damals bei G.

Sehen Sie Ihren Stern aufblitzen
Wie war diese Idealsituation für Sie? Hat Ihr Herz manchmal einen kleinen Sprung gemacht? Das waren die Momente, in denen Sie Ihren Polarstern sehen konnten. Bei manchen Menschen genügt bereits ein solcher winziger Moment, und sie beginnen, ihr äußeres Leben auf diesen Stern hin zu ändern.
Wenn Sie noch ein paar weitere Hilfen haben möchten – die lesen Sie in der nächsten Ausgabe: Welche Signale Ihr Körper aussendet, um Sie zu Ihrem Polarstern zu führen. ATZF – die 4 Himmelsrichtungen Ihres emotionalen Kompasses. Und mehr.
Ausführlich gibt es das alles bei: Martha Beck, Das Polaris-Prinzip. Scherz Verlag, München 2002. 22 €. ISBN 3-778-79090-0

Jochen Kohler (Dienstag, der 21. Juli 2009 / 10:42) | Keine Kommentare | Permalink

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Das Wunder des Jetzt-Lebens

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Manchmal verbauen wir uns das Glücklichsein durch Gedanken an die Vergangenheit oder Sorgen über Zukünftiges. Das Problem entspringt der einzigartigen Möglichkeit des Menschen, in seinen Gedanken sehr schnell durch die Zeit zu reisen – zu alten Erinnerungen und zukünftigen Plänen. Um in Fühlung mit dem gegenwärtigen Leben zu sein, ist es notwendig, den Denkprozess zu verlangsamen. Der vietnamesische Zen-Meister Thich Nhat Hanh schlägt als beste Übung dafür vor, von Zeit zu Zeit bewusst zu atmen. Dadurch beruhigen sich Ihr Denken und damit Ihre Grübeleien über vergangenen Kummer oder zukünftige Sorgen. Sie finden in der Gegenwart Ruhe und gestalten Ihr Leben schöner und intensiver.


Die 4 Atemsätze

Diese Übung können Sie zu jeder Tageszeit und an jedem Ort durchführen. Wenn Sie einatmen, sagen Sie sich: „Beim Einatmen schenke ich meinem Körper Ruhe.“ Beim Ausatmen sagen Sie still: „Beim Ausatmen lächle ich.“ Beim nächsten Einatmen sagen Sie sich: „Ich verweile im gegenwärtigen Moment.“ Beim Ausatmen: „Ich weiß, es ist ein wunderbarer Moment.“

Diese Technik hilft, mit dem eigenen Atem Kontakt zu bekommen. Sie spüren, wie sich Ihr Atem beruhigt und Körper wie Geist ebenfalls ruhig und sanft werden. Ihr Lächeln kann Hunderte von Gesichtsmuskeln entspannen. Haben Sie es gemerkt? Während der Atemsätze sind Sie in den gegenwärtigen Moment zurückgekehrt und haben an nichts anderes gedacht. Sie sind dem Leben begegnet und allem Schönen, das Sie umgibt. Atmen Sie weiter und sprechen Sie still in sich: beruhigen – lächeln – gegenwärtiger Augenblick – wunderbarer Moment. Das können Sie wirklich überall machen: zu Hause, beim Autofahren oder beim Warten auf den Bus.

Beim Essen

Auch Ihre Mahlzeiten können Sie zum Anlass für bewusstes Atmen nehmen. Wenn Sie bewusst atmen, wenn Sie achtsam sind, wenn Sie Ihr Essen meditativ betrachten, wird das Leben genau in diesem Augenblick wirklich.

Wenn Sie sich zum Essen an den Tisch gesetzt haben, sagen Sie sich still: „Beim Einatmen beruhige ich meinen Körper. Beim Ausatmen lächle ich.“ 3-mal. Mit 3 dieser Atemzüge können Sie zu sich finden. Dann schauen Sie beim Einund Ausatmen alle am Tisch an, um mit sich selbst und den Menschen am Tisch in Fühlung zu sein. Blicken Sie jeden an, und lächeln Sie sie oder ihn an. Nach dem Atmen und Lächeln sehen Sie das Essen auf eine Weise an, die es für Sie wirklich werden lässt: Machen Sie sich bewusst, dass eine Mahlzeit etwas Kostbares ist.

Am Telefon

Bleiben Sie das nächste Mal, wenn Sie das Telefon klingeln hören, zunächst da, wo Sie sind, atmen Sie 2-mal bewusst ein und aus und lächeln Sie sich selbst zu. Nehmen Sie das 3. Klingeln des Telefons als Ruf wahr, in den Augenblick zurückzufinden. Sie werden viel entspannter sein, wenn Sie erst nach dem 2. bewussten Atemzug den Anruf entgegennehmen – was nicht nur für Sie, sondern vor allem auch für den Anrufer eine Freude ist. Diese Übung wirkt Stress und Niedergeschlagenheit entgegen, denn nach den 2 bewussten Atemzügen sagen Sie nicht mehr „Oh je, wer will denn nun schon wieder was von mir …“

G = G: Glück bedeutet Gegenwart

Glück ist nur in der Gegenwart zu finden. Im gegenwärtigen Moment verwurzelt zu sein heißt, dem blauen Himmel, dem Kind, dem blühenden Baum zu begegnen. Dieses Glück ist jederzeit erreichbar. Gerade in Belastungssituationen können Sie mit wenigen bewussten Atemzügen dorthin zurückfinden, wo es Ihnen gut geht: ins Hier und Jetzt. Denn Belastung, Stress und Kummer kommen oft aus der Vergangenheit oder der Zukunft.

Zum Weiterlesen mit Anregungen zur Achtsamkeit gerade bei unbeliebten Tätigkeiten wie Putzen, Gemüseschneiden, Abspülen etc.: Thich Nhat Hanh, Ich pflanze ein Lächeln. Goldmann Verlag, 1991, 16 Euro. ISBN 3-442-30572-1. Vom selben Autor: Zeiten der Achtsamkeit, 7,57 Euro. ISBN 3-451-04492-7.

Jochen Kohler (Dienstag, der 30. Juni 2009 / 11:12) | Keine Kommentare | Permalink

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Mit Training zum Super-Gedächtnis
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So merken Sie sich, was Ihnen wichtig ist:
Fällt es Ihnen schwer, Namen, Telefonnummern oder Dinge im Kopf zu behalten, die Sie noch erledigen möchten? Dann können Sie von den Tipps des US-amerikanischen Gedächtnis- Virtuosen und Buchautors Scott Hagwood profitieren. Er selbst hat sein Erinnerungsvermögen durch regelmäßige Übungen trotz schwerer Krankheit zur Meisterschaft gebracht und im Jahr 2001 die „US Memory Championships“ gewonnen.

„Meine Nummer ist 76889“

Jemand nennt Ihnen eine wichtige Telefonnummer, Sie haben aber nichts zu schreiben dabei. Lösung: Sie wiederholen die Nummer laut und deutlich. Der Akt des Sprechens und der Klang Ihrer eigenen Stimme, die die Ziffern ausspricht, steigern die Gedächtnisleistung Ihres Gehirns. Je langsamer Sie dabei sprechen, desto größer der Effekt. Es ist viel wirkungsvoller, die Nummer 2-mal langsam zu wiederholen als 12-mal schnell.

„Irgendwas mit B …“

Der Vorname des Ehemanns Ihrer Freundin liegt Ihnen auf der Zunge … Aber er fällt Ihnen nicht ein. Je mehr Sie sich darauf konzentrieren, desto schwieriger wird’s. Lösung: Atmen Sie zur Entspannung zunächst 2-mal tief durch. Dann stellen Sie sich den Namen Ihrer Freundin geschrieben vor und rufen sich bildlich das letzte Treffen mit ihr in Erinnerung, dazu ihr Wohnzimmer, ihren Hund, ihr Auto etc. Oft löst sich so der Knoten. Wenn nicht, lenken Sie sich vorübergehend durch ein anderes Thema ab (z. B. was Sie heute Abend essen werden). Wenn das nichts hilft, bleibt der Traum-Trick: Sagen Sie Ihrem Gehirn beim Einschlafen, dass es in der Nacht den Namen suchen soll. Das klappt oft!

„Plötzlich war alles weg“

Sie verbringen Stunden damit, sich auf eine Prüfung oder eine Präsentation vorzubereiten. Doch schon 1 Tag später scheinen wichtige Informationen wie weggeblasen. Lösung: Crash-Sitzungen auf den letzten Drücker bringen nichts. Ihr Gehirn braucht Zeit, um all die Informationen zu verdauen. Machen Sie spätestens nach 50 Minuten 10 Minuten Pause und lassen Sie das Gelernte Revue passieren. Beherzigen Sie die „Einerregel“: Wiederholen Sie Ihren Stoff nach 1 Stunde, nach 1 Tag, nach 1 Woche, nach 1 Monat. Damit verankern Sie ihn sicher in Ihrem Langzeitgedächtnis.

Wenn es aber nun doch nicht anders ging: Lesen Sie nicht bis zur letzten Minute vor der Prüfung in Ihren Listen und Büchern, sondern nutzen Sie den Vorabend und am besten auch noch die Stunde direkt davor, um mit jemandem über Ihr Gelerntes zu sprechen. So rutscht das (oft recht verkrampft) gespeicherte Wissen in den aktiven „Alltags“-Teil Ihres Gedächtnisses.

„Ich wollte doch …“

Sie befürchten, im Laufe des Tages etwas zu vergessen, das Sie auf jeden Fall noch erledigen möchten. Lösung: Schaffen Sie sich kleine Erinnerungshelfer. Wenn Sie die Wäsche aus der Maschine holen wollen, bevor Sie die Wohnung verlassen, hängen Sie ein Wäschestück an die Türklinke. Wenn Sie noch Bücher in der Bibliothek abgeben müssen, stecken Sie Ihren Leseausweis hochkant in Ihre Brieftasche, sodass er herausguckt.

„Meine PIN hat irgendwo 06 …“

Sie vergessen Zifferncodes, etwa den Ihrer EC-Karte oder Ihres Reisekoffers. Lösung: Ihr Gehirn springt besser auf Bilder an als auf abstrakte Informationen. Verbinden Sie die schnöden Zahlen mit Bildern, die Ihnen etwas bedeuten. Ist 0613 Ihre Geheimnummer, dann sehen Sie 06 als Jahr der Fußball-WM in Deutschland und die „Wilde 13“, die Jim Knopf in dem unvergesslichen Kinderbuch besiegt. Lassen Sie vor Ihrem geistigen Auge die Wilde 13 dann auf WM-Rasen kicken – dieses Bild ist merkbar.

„Das ist Frau Telflon …“

Sie möchten sich bei einer Sitzung die Namen von 10 Menschen merken. Lösung: Probieren Sie die Zimmermethode. Dabei kombinieren Sie die guten Fähigkeiten Ihres Gehirns für vertraute Orte und lustige Bilder. Platzieren Sie Namen- Eselsbrücken an Plätzen in Ihrer Wohnung oder Ihrem Büro. Beispiel: Frau Telflon sitzt am Schreibtisch und telefoniert („telfloniert“), Herr Heinze steht an der Eingangstür (als Heinzelmännchen) usw. Verwenden Sie Ihr Büro für berufliche Kontakte, das Kinderzimmer für Elternbekanntschaften, das Wohnzimmer für Freunde etc. Dann fällt es Ihnen leichter, die Sphären auseinander zu halten.

Jochen Kohler (Dienstag, der 23. Juni 2009 / 11:22) | Keine Kommentare | Permalink

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Die 4 Etagen Ihres Ich
personlichkeitsentwicklungWerden Sie zufriedener durch eine innere Hausbesichtigung. In der indianischen Weisheitstradition gibt es die Vorstellung, der Mensch sei ein Haus mit 4 Stockwerken: die Etage des Körpers, des Denkens, des Fühlens und des Geistes. Diese Vorstellung kann auch Ihnen helfen, ein glücklicheres und ausgeglicheneres Leben zu führen. Denn Unzufriedenheit kommt meist daher, dass Sie eine Ihrer inneren Etagen vernachlässigen.

4_etagen1Der Stockwerk-Check
Erforschen Sie, wie bei Ihnen Gebeine, Gehirn, Gefühl und Glaube verteilt sind: In welchem Stockwerk verbringen Sie die meiste Zeit des Tages? Gibt es eine Etage, die Sie nicht sehr mögen oder vielleicht gar nicht richtig kennen? Wo entspannen Sie sich am besten? Welche Etage belebt und inspiriert Sie am meisten? Welche würden andere als Ihre beste beschreiben? In welcher liegen vielleicht noch Altlasten aus früheren Zeiten herum, die Sie rausschaffen könnten? Könnte es sein, dass in einem dieser Geschosse noch eine Überraschung auf Sie wartet, etwas ganz Neues?

Ihr Tages-Rundgang
Machen Sie es sich zur guten Gewohnheit, 1-mal am Tag einen kleinen Rundgang durch diese 4 Etagen zu machen, vielleicht als eine Art besinnlichen Abendspaziergang. Verweilen Sie auf jedem Stockwerk ein wenig und hören Sie in sich hinein.

Wenn Sie sich jeden Tag ein wenig Zeit dafür reservieren, lernen Sie sich bald gut kennen. Sie wissen über Ihre Stärken und Schwächen besser Bescheid und gewinnen einen klareren Blick für sich selbst. Es wird Ihnen leichter fallen, freundlich zu den diversen kleinen Launen zu sein, die in Ihrem inneren Haus bisweilen für Unruhe sorgen.

Haben Sie in den Himmel geschaut und sich gefreut, dass Sie leben? Konnten Sie wenigstens einmal ganz still werden? Haben Sie ein Gebet gesprochen, ein Wort der Weisheit gelesen oder ein Ritual durchgeführt?

Gab es heute ein Erlebnis, bei denen Ihnen das Herz aufging? Haben Sie heute ausreichend gelacht? Waren Sie ergriffen? Haben Sie einen anderen Menschen umarmt?

Haben Sie heute etwas Neues gelernt? Haben Sie von etwas geträumt oder etwas geplant, das Sie beflügelt? Haben Sie den Reichtum der Medien sinnvoll genutzt?

Haben Sie gesund und mit Lust gegessen? Haben Sie Ihr Herz schlagen hören und Ihren Atem gespürt? Mögen Sie Ihren Körper? Haben Sie ihm heute Gutes getan? Sind Sie sexuell zufrieden?

Quelle: www.simplify.de

Jochen Kohler (Dienstag, der 2. Juni 2009 / 11:19) | Keine Kommentare | Permalink

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So werden Sie im Umgang mit Ihren Ängsten Schritt für Schritt souverän


Herr Abel sorgt sich um seinen Arbeitsplatz. Familie Bader, die in der Nähe eines Flusses wohnt, fürchtet eine Hochwasserkatastrophe. Frau Cohn sorgt sich um die Entwicklung ihres Sohnes. Arbeit, Kinder, Gesundheit, Geld, Partnerschaft und Katastrophen: Um diese 6 großen Themen drehen sich die meisten Ängste. Hier ein paar Tipps, wie Sie damit umgehen können.

Schritt 1: Zulassen
Kindern wird oft (in bester Absicht) beschwichtigend gesagt: „Davor brauchst du doch keine Angst zu haben.“ Damit haben Sie möglicherweise gelernt, negative Gefühle zu ignorieren. Wenn Sie sie wieder zulassen, tun Sie Ihrem Körper einen Dienst, denn unterdrückte Gefühle sind oft die Ursache körperlicher Schmerzen. Außerdem warnen Ihre Ängste Sie vor möglichen Gefahren und motivieren zum Handeln.
Tipp: Übersetzen Sie vage ungute Gefühle in eine konkrete Ich-Aussage: „Ich habe Angst davor, dass …“ Wenn Sie in einer Familie groß geworden sind, in der Angst die vorherrschende Stimmung war: Finden Sie heraus, auf welchen Lebenserfahrungen (Krieg, Wirtschaftskrise, persönliche Verluste) die Ängste Ihrer Eltern basierten.Vertrauen Sie stärker auf Ihre eigenen Erfahrungen, die möglicherweise ganz anders sind.

Schritt 2: Begrenzen
Wer immer wieder über seine Ängste spricht, steigert sich immer mehr hinein. Es ist wie beim Scheinriesen Herr Tur Tur aus dem Kinderbuch „Jim Knopf“: Aus der Ferne wirkt Angst besonders groß, in der konkreten Situation geht es oft leichter als gedacht.
Tipp: Lassen Sie das Thema Angst nur in bestimmte Räume. Sprechen Sie z. B. im Wohnzimmer darüber, aber nicht mehr im Schlafzimmer. Erzählen Sie nur Ihren besten Freunden davon; bei anderen Gesprächen bleibt das Thema außen vor.

Schritt 3: Hinsehen
Stecken Sie in Anbetracht einer Gefahr nicht den Kopf in den Sand, sondern sehen Sie der Realität ins Auge. Beispiel: Ihr Sprössling hat das letzte Schuljahr gerade so geschafft, in der nächsten Klasse droht eine Ehrenrunde. Analysieren Sie die Zeugnisnoten, sprechen Sie mit den Lehrern und anderen Eltern: Wo genau hakt es? Zu wenig gelernt? Alte Wissenslücken? Menschliche Probleme mit Lehrern oder Mitschülern? So gelangen Sie zu einer realistischen Risikoeinschätzung.
Tipp: Lassen Sie Ihre Einschätzung von anderen kritisch überprüfen (von einem Berater, Ihrem Partner, einem Freund).

Schritt 4: Handeln
Lassen Sie sich von Ihrer Angst nicht lähmen. Mit einer realistischen Risikoeinschätzung haben Sie eine erstklassige Grundlage für kompetentes Handeln. Was können Sie tun, damit das gefürchtete Ereignis nicht eintritt? Beispiel: Ihr Arbeitgeber hat für die nächsten Jahre einen Stellenabbau in Ihrer Abteilung angekündigt. Ihr Handeln: Bewerben Sie sich intern um eine weniger gefährdete Position; machen Sie sich durch Übernahme neuer Aufgaben unentbehrlich; bewerben Sie sich woanders, solange Sie noch ungekündigt sind.
Tipp: Sehen Sie die Breite Ihrer Möglichkeiten, indem Sie Ihr großes Ziel definieren. Also nicht unbedingt „Erhalt meines Arbeitsplatzes“, sondern auch „feste Stelle“ (Arbeitgeberwechsel) oder „genügend Geld“ (Selbstständigkeit).

Schritt 5: Plan B
Richten Sie Ihr Augenmerk klar darauf, das Eintreten des gefürchteten Ereignisses zu verhindern. Bei Katastrophen und anderen unvorhersehbaren Ereignissen hilft allerdings nur ein Notfallplan: Listen Sie in Stichpunkten auf, was Sie tun werden, wenn das gefürchtete Ereignis tatsächlich eintreten sollte. Beispiel: Sie befürchten, dass Sie wie Ihr Vater eines Tages erblinden könnten. Informieren Sie sich über das Thema „blindengerechte Arbeitsplätze“, befassen Sie sich mit blindengerechtem Wohnen, und erkundigen Sie sich nach den Angeboten für blinde Menschen in Ihrer Stadt. So wächst in Ihnen das Gefühl, dass Sie mit einer solchen Situation zurechtkommen werden.
Tipp: Setzen Sie sich für Ihre Beschäftigung mit dem Notfall ein zeitliches Limit, damit Sie sich nicht (siehe Schritt 2) immer weiter hineinsteigern.

Jochen Kohler (Dienstag, der 5. Mai 2009 / 10:35) | 1 Kommentar | Permalink

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Das Geheimnis der vielen 100-Jährigen von Okinawa


Nirgendwo auf der Welt gibt es so viele 100-Jährige wie auf der japanischen Insel Okinawa. Das Außergewöhnliche: Sie sind fit, voller Tatendrang und unabhängig von der Hilfe anderer. Herz- und Kreislauferkrankungen, Brust- und Prostratakrebs sowie Alzheimer sind so gut wie unbekannt. Aus Sicht vieler Altersforscher trägt die Ernährung wesentlich mit zur hohen Lebenserwartung bei. Anregungen, wie Sie es den „jungen Alten“ von Okinawa gleichtun können:

Die 80 %-Regel des maßvollen Essens
Der kanadische Medizin-Anthropologe Dr. Craig Willcox nahm jahrzehntelang mit dem Wissenschaftler Prof. Makoto Suzuki die Okinawa-Diät unter die Lupe. Sie stellten fest: Insgesamt essen die „jungen Alten“ dort bewusst weniger als normal, sie füllen ihren Magen nur zu 80 % und das mit vielen kleinen Portionen pro Tag. Aber ihre Ernährung steckt voller Vitamine, Mineralien und anderer wichtiger Stoffe, die der Körper braucht, um fit und vital zu bleiben.

Tricks für Ihren Okinawa-Alltag
Das sind die Grundnahrungsmittel der 100-Jährigen von Okinawa, bei denen auch Sie zugreifen dürfen: extrem viel Gemüse, dazu Obst, Naturreis, Bohnen, Süßkartoffeln, Soja, Fisch, Meeresalgen und ein wenig Fleisch. Einfache Tricks für Ihren Alltag:
1. Essen Sie zu jeder Mahlzeit eine große Portion Gemüse.

2. Trinken Sie Gemüsesaft, am besten 1 Glas vor jedem Essen, das dämpft gleichzeitig Ihren Hunger (oder 1 Apfel).

3. Probieren Sie Sojamilch und Sojaprodukte wie den schnittfesten Sojaquark „Tofu“ (finden Sie in Bioläden und im Reformhaus).

4. Ersetzen Sie Kartoffeln zum Teil durch Süßkartoffeln.

5. Essen Sie nur wenig Fleisch (90 g pro Portion), schwelgen Sie in Fisch.

Essen Sie wasserreiches Obst und Gemüse
„Pflanzen sind wie Medizin“, weiß die 99-jährige Matsu Taira. Essen Sie deshalb wie die „jungen Alten“ von Okinawa täglich viel wasserreiches Gemüse und Obst, das gleichzeitig auch sättigt. Darunter fallen z. B. Salate, Tomaten, Brokkoli, Kürbis, Zucchini, Gurken, Stangensellerie, Auberginen, Sojasprossen, Spargel, Paprika, Karotten sowie Wassermelone, Papaya, Ananas, Zitrusfrüchte, Äpfel, Aprikosen und Weintrauben. Als Getränke: Wasser (8 Gläser pro Tag) und Tee nach Belieben.

Viel Geschmack mit Gewürzen und Kräutern
Die „jungen Alten“ von Okinawa verwenden wenig Salz, dafür aber gesunde Gewürze und Kräuter löffelweise. Fangen Sie an zu experimentieren und probieren Sie neue Gaumenfreuden aus, z. B. mit Chili, Ingwer, Kurkuma, Muskat, Oregano, Dill, Minze und Knoblauch.

So bereiten Sie die Lebensmittel zu
Die Menschen auf Okinawa bereiten Ihre Speisen auf einfache Art und Weise zu. Sie garen klein geschnittenes Gemüse unter Rühren und fügen z. B. Tofu, Nudeln, Fisch, mageres Fleisch, Gewürze und Kräuter dazu. Oder sie lassen Gemüse schonend in Misobrühe (aus Soja) garen.

5 weitere Faktoren, die auf Okinawa eine Rolle spielen
1. Das Klima ist ausgeglichen und mild. Tipp: Trainieren Sie Ihre Anpassungsfähigkeit an das Wetter mit Sauna und Kneippschen Anwendungen.

2. Ein Pensionsalter kennt man dort nicht, bis ins hohe Alter wird mit Freude das Feld bestellt und im Meer gefischt. Tipp: Genießen Sie Ihre tägliche Arbeit, und bauen Sie, sofern vorhanden, in Ihrem Garten Gemüse an.

3. Guter Schlaf; auch mittags gönnt man sich ein Nickerchen. Tipp: Machen Sie täglich 20 Minuten Mittagspause zur Entspannung.

4. Enge Beziehungen zu Enkeln und Freunden; Nachbarschaftshilfe wird großgeschrieben. Tipp: Gehen Sie aus, laden Sie ein, lernen Sie Ihre Nachbarn kennen.

5. In der Freizeit wird getanzt, musiziert und Sport (z. B. Karate) getrieben. Tipp: Fangen Sie an mehr sportliche Bewegung in Ihr Alltagsleben einzubauen.

Zur Vertiefung: Braidley J. Willcox/ D. Craig Willcox/Makoto Suzuki, The Okinawa Diet Plan, 2005, ISBN 1400082005, ca. 13,50 €. Leider nur in Englisch zu erhalten.

Jochen Kohler (Dienstag, der 7. April 2009 / 09:04) | 3 Kommentare | Permalink

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Wie Sie nach einem Fehler wieder nach vorn zu sehen lernen


Sie haben beim Spekulieren mit Aktien Geld verloren, sich einen schrecklichen Fauxpas bei einem Kunden erlaubt, haben einen Freund unvorstellbar enttäuscht … Die normale Reaktion ist, den Fehler immer und immer wieder durchzugehen: „Ach, hätte ich doch damals bloß …!“ So als ob es gelänge, durch dauerndes Zurückspulen den Film zu ändern. Das geht aber nicht. Niemals. Hier klügere Verhaltensweisen:

Stehen Sie dazu
Geben Sie Ihren Fehler öffentlich zu. Das heißt: Informieren Sie alle, die von Ihrem Fehler betroffen sind. Sagen Sie die ganze Wahrheit sofort, nicht scheibchenweise.

Formulieren Sie Ihre Lektion
Und zwar schriftlich. Was haben Sie aus dem Fehler gelernt? Konzentrieren Sie sich nicht auf die Dummheit, die Sie begangen haben, sondern auf die Klugheit, die Sie inzwischen dadurch erworben haben. Bewahren Sie Ihre niedergeschriebene Lebenserfahrung gut auf.

Packen Sie das Positive separat
Auch in Ihren schlechtesten Augenblicken haben Sie etwas richtig gemacht. Es gab Aspekte, an denen Sie unschuldig waren. Buchen Sie nicht das gesamte Kapitel als rabenschwarzes Desaster ab. Jedes Ereignis ist eine Mischung aus Erfolg und Misserfolg.

Versetzen Sie sich in die Zukunft
Fragen Sie sich: Wie werde ich in 6 Monaten diese Sache sehen? Wird es mich in 1 Jahr noch beschäftigen? Wie wichtig ist es wirklich für andere? Übertreiben Sie, bis wirklich nichts mehr davon bleibt: Wird man in den Geschichtsbüchern über Ihr Versagen lesen? Na also!

Hören Sie die Einschätzung anderer
Sprechen Sie mit einem Familienmitglied darüber, mit Kollegen, Freunden, Betroffenen. Wenn die Ihre negative Einschätzung des Vorfalls nicht teilen, dann glauben Sie ihnen! Liegen sie in der Beurteilung auf Ihrer Linie, dann lassen Sie sich Mut zusprechen. Besprechen Sie, wie die anderen Ihnen helfen können, dass Ihnen solche Fehler nicht wieder unterlaufen.

Vergeben Sie
Die schlimmsten Unglücke passieren dadurch, dass ein anderer Ihre Schwäche ausgenutzt hat. Deswegen ist die Rückschau auf schlimme Fehler meist eine miese Mischung aus Selbstvorwürfen und Rachegedanken. Aus dem Teufelskreis der Vergangenheit kommen Sie nur heraus, wenn Sie dem anderen verzeihen, vor allem innerlich. Denn Ihr Groll gegen Feinde zerstört Sie mindestens so sehr wie Ihre zerfleischenden Selbstanklagen. Wenn Sie anderen vergeben, können Sie sich auch selbst vergeben.

Sehen Sie Misserfolg als Vorstufe
… zum Erfolg! Bedenken Sie, dass die Lebensgeschichten vieler berühmter Menschen unglaubliche Pleiten, Pannen, Konkurse und Sackgassen enthalten, bevor sie endlich zum großen Durchbruch gelangten. Versetzen Sie sich hinein: Wie war das, als der Star von heute damals dem Untergang nahe war und nicht ahnen konnte, dass alles gut ausgeht? Spüren Sie, wie dieser Gedanke Kraft geben kann?

Ziehen Sie gedanklich um
Bleiben Sie nicht in dem verkorksten Abschnitt Ihres Lebens wohnen. Bauen Sie etwas Neues, oder renovieren Sie gründlich – in Gedanken und auch buchstäblich. Entfernen Sie Gegenstände aus Ihrem Blickfeld, die Sie an Ihren großen Fehler erinnern. Schließen Sie die Tür zu Ihren Erinnerungen. Erst dann kann sich eine neue Tür öffnen. Freuen Sie sich auf das, was dahinter zum Vorschein kommt!

Keine Peinlichkeit dauert ewig
Scham ist eine sehr starke Emotion, die Sie lange in ihren Bann ziehen kann. Aber das Gedächtnis Ihrer Umgebung ist weit schlechter als Ihr eigenes. Wenn Bill und Hillary Clinton sowie Monica Lewinsky längst wieder erhobenen Hauptes in die Öffentlichkeit treten können, dann können Sie das auch!

Stellen Sie die entscheidenden Fragen
Warum hat dieser Fehler Sie so besonders schlimm getroffen? Haben Sie sich für jemanden gehalten, der Sie gar nicht sind? Wurden Sie von anderen Menschen falsch eingeschätzt? Ein Fehler oder eine Krise ist eine Metamorphose. Sie verändern sich. Wie eine Raupe, die sich verpuppt und danach Flügel hat, werden Sie nach der Krise etwas können, das Sie vorher nicht konnten. Glückwunsch!

Jochen Kohler (Montag, der 2. März 2009 / 11:21) | 1 Kommentar | Permalink

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Scheitern ade! 8 Gründe, warum Menschen scheitern


Dieses Jahr sollte alles anders werden. Sie wollten das Rauchen aufgeben. Abnehmen. Mehr Zeit mit Ihrem Partner verbringen. Eine neue Arbeitsstelle finden. Aber es hat nicht geklappt. Woran kann’s gelegen haben? Hier 8 Tipps, wie Sie Ihre Ziele und guten Vorsätze doch noch in die Tat umsetzen können.

Anfangen ohne Planung
Es ist schön, wenn Sie Ihren guten Vorsatz ohne Zögern angepackt haben. Aber Impulsivität ist die Mutter der Reue, sagt man in Italien. Besser: Teilen Sie Ihr großes Projekt in sinnvolle Einheiten auf. Am besten ist die Tagesplanung.

Planen ohne anzufangen
Endlose Vorbereitungen und das Warten auf die „richtige Stimmung“ sind genauso nutzlos wie wildes Drauflosarbeiten. Besser: Entwerfen Sie bei Ihrer Planung auch den ersten Schritt, den Sie noch am gleichen Tag beginnen.

Unrealistische Erwartungen
Leben ist ein Prozess, nicht eine Veranstaltung. Kein wirklich großes Projekt wurde schnell mal erledigt, sondern verlangte Planung, Erfahrung und Geduld. Besser: Beherzigen Sie Murphys Gesetz: „Alles dauert länger als in deiner pessimistischsten Prognose.“

Ziele ohne warum
Viele einleuchtend wirkende Ziele sind es bei näherem Hinsehen gar nicht. Es fehlt ein wirklich stichhaltiger Grund. „8 Kilo abnehmen“ oder „mit dem Rauchen aufhören“ bekommt für viele Menschen erst ein klares „warum“, wenn ihnen sonst eine tödliche Krankheit droht. Besser: Stellen Sie sich jetzt die Schlüsselfrage: „Warum möchte ich dieses Ziel erreichen?“

Negativ formulierte Ziele
„Weniger essen“, „gar nicht mehr rauchen“ oder „kein Alkohol“ – wahrscheinlich sprechen Sie solche Vorsätze mit einem eher unfreundlichen Gesichtsausdruck aus. Besser: Formulieren Sie Ihre Ziele so, dass Sie sie lächelnd und enthusiastisch verkünden können: „Gesunde Sachen essen“, „frei durchatmen können“ oder „fröhlich Wasser genießen“.

Es für andere schaffen wollen
Für wen tun Sie das alles? Für jemand anderen? Für die Kinder? Für Ihren Lebenspartner? Für Ihren Chef? Für die Umwelt? Besser: Formulieren Sie Ihre Ziele so, dass Sie selbst aufrichtig Freude daran haben. Aussicht auf Erfolg haben Ihre Vorsätze nur, wenn sie aus Ihrem Herzen kommen.

Es ohne andere schaffen wollen
So wichtig es ist, dass Sie selbst hinter Ihrem Vorhaben stehen: Niemand geht wirklich alleine durchs Leben. Jeder braucht die Kooperation und die Unterstützung anderer. Besser: Bauen Sie ganz bewusst ein Netzwerk. Das sind nicht nur ein paar zufällige Freunde, sondern Menschen, die mehrfach untereinander zu tun haben und zu denen Sie passen.

Angst vor dem Scheitern
Der Urgroßvater des Scheiterns ist die Angst davor. Besser: Ein gutes Mittel, sie zu vertreiben, ist Wissen. Informieren Sie sich bei Menschen, die ähnliche Ziele wie Sie bereits erreicht haben. Lesen Sie Biografien, sammeln Sie alle erreichbaren Fakten über Ihren Traum. Mit jeder neuen Information ist in Ihrem Herzen weniger Platz für das Gespenst des Scheiterns und mehr Raum für Energie und Begeisterung!

Ermunterung zum Enthusiasmus
Ich wäre lieber Asche als Staub.
Ich wollte eher, dass mein Funke in einem Feuermeer verglüht, als dass er im Sand erstickt.
Ich wäre lieber ein überheller Meteor, jedes meiner Atome in herrlichem Glanz, als ein schläfriger und dauerhafter Wüstenplanet.
Die eigentliche Aufgabe des Menschen ist zu leben, nicht nur zu existieren.
Ich werde meine Tage nicht für den Versuch verschwenden, sie zu verlängern.
Ich nutze meine Zeit.
Jack London

Jochen Kohler (Dienstag, der 17. Februar 2009 / 10:21) | 1 Kommentar | Permalink

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12 Profi-Tipps, wie Sie den Frühjahrsputz in der halben Zeit schaffen


Jeff Campbell ist der Chef der amerikanischen Gebäudereinigungsfirma Clean Team und Autor mehrerer Bücher zum Thema Saubermachen. Hier die eisernen Regeln, nach denen seine Leute arbeiten, ergänzt um die Erfahrungen zweier deutscher Putzprofis.

1. Benutzen Sie Profi-Gerät
Kaufen Sie sich eine robuste Handwerkerschürze mit Taschen (gibt’s im Baumarkt). Dort kommen hinein: 1 alte Zahnbürste (ideal für Schmutz in Winkeln), 1 Rasierklinge mit Halter (zum Entfernen von Schmutz auf Fensterscheiben), 1 Spachtel (zum Abkratzen von hartnäckigen Sachen), und genügend Baumwolltücher (zerschnittene alte T-Shirts oder Bettwäsche). In eine der Schürzentaschen klemmen Sie mit Clips einen kleinen Plastikbeutel, das ist Ihr tragbarer Abfalleimer. In einem Tragekorb haben Sie alle Putzmittel, größere Bürsten, weitere Tücher, 1 Schwammtuch und 1 Schwamm bei sich.

2. Optimieren Sie Ihre Bewegungen
Putzen Sie einmal durch jeden Raum, und zwar im Uhrzeigersinn, bei der Tür beginnend. Laufen Sie nicht hin und her – Ihr Arbeitsgerät haben Sie ja immer direkt zur Hand. Gehen Sie einmal durch den Raum, dann muß er fertig sein – bis auf den Fußboden. Das Bodenputzen ist der 2. Arbeitsgang, bei dem Sie dann möglichst nonstop durch alle Räume gehen.

3. Arbeiten Sie von oben nach unten
Grundsätzlich. Immer. Ohne Ausnahmen.

4. Halten Sie Ihre Geräte in Ordnung
Hier niemals sparen! Die Rasierklinge muß scharf sein, sonst verkratzt sie alles. Verwenden Sie nur beste Reinigungsmittel. Kaufen Sie die im Fachgeschäft und lassen Sie sich beraten. Gehen Sie großzügig mit den Putztüchern um. Weil sie Ihnen Zeit sparen helfen, sind gute Arbeitsmittel eine lohnende Investition.

5. Werkzeug immer zurück an seinen Platz
Nichts ist nerviger, als nach der Bürste oder dem Sprühreiniger zu suchen. Stellen Sie alles sofort zurück in Ihren Arbeitskorb, oder stecken Sie es an den richtigen Platz in Ihrer Schürze.

6. Flächen freiräumen, dann putzen
Profis arbeiten niemals kunstvoll um Vasen und Nippes herum, sondern stellen alles vorher auf den Boden, und zwar an die Stelle, die dem Originalstandort am nächsten ist. Dann ist es leicht, alles danach wieder an den richtigen Platz zurückzustellen.

7. Was nicht schmutzig ist, wird nicht geputzt
Horizontale Flächen sind fast immer verstaubt und schmutzig, vertikale eher selten. Sind Kacheln an einer Stelle verschmiert, nur an dieser Stelle wischen.

8. Wischen statt wirbeln
Ein leicht angefeuchtetes Tuch eignet sich zum Staubwischen besser als der klassische trockene Staublappen. Der Staub fliegt nicht herum, und Flecken werden gleich mit entfernt. Bei empfindlichen Holzflächen machen Sie es genauso, nur nicht mit Wasser, sondern mit Möbelpolitur.

9. Benutzen Sie beide Hände
Ein Beispiel: In der einen Hand haben Sie die Spachtel zum Entfernen von festgeklebtem Schmutz, in der anderen einen feuchten Lappen, mit dem Sie die Krümel aufnehmen. Die Benutzung der sonst nicht genutzten Hand spart nicht nur Zeit, sondern ist auch gesund für Ihre Muskulatur und Ihre Gehirnfunktionen!

10. Geteilte Arbeit ist halbe Arbeit
Wenn irgend möglich, arbeiten Sie zu zweit. Das macht mehr Spaß, und es geht schneller. Außerdem wissen die Kinder oder Ihr Partner (bzw. Ihre Partnerin) die saubere Wohnung dann viel mehr zu schätzen.

11. Aufhören, wenn’s sauber ist
Entwickeln Sie beim Saubermachen keine stumpfsinnige Begeisterung. Machen Sie’s wie ein Profi: Wenn es sauber ist, gehen Sie zur nächsten Station. Stehlen Sie sich nicht Ihre wertvolle Freizeit.

12. Setzen Sie ein Zeitlimit
Im Lauf der Zeit werden Sie wissen, wie lange Sie für welche Arbeit brauchen. Setzen Sie sich einen zeitlichen Endpunkt und planen Sie eine kleine Belohnung nach getaner Arbeit. Dann machen Sie sich mit olympischem Sportsgeist an die Aufgabe, frei nach dem Werbeslogan: “Wer schneller putzt, hat schneller Pause.”

Jochen Kohler (Dienstag, der 10. Februar 2009 / 12:00) | 8 Kommentare | Permalink


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