
Zeichen setzen möchte der neu ernannte Dekan der Harvard Business School, Nitin Noria. Er hat einen Ethik Eid eingeführt, den Universtitätsabgänger und zukünftige Banker schwören sollen.
“Die gegenwärtige Version des Eids besteht aus sieben Prinzipien, die diejenigen, die ihn schwören, einhalten müssen, beispielsweise den Wortlaut und den Geist von Gesetzen einzuhalten, Korruption zu unterlassen, gegen Diskriminierung und Ausbeutung vorzugehen und das Recht zukünftiger Generationen auf einen gesunden Planeten zu schützen.” (Bloomberg)
Gefolgt sind diesem Gedanken bereits auch andere Universitäten in USA. Im letzten Jahr haben ca. 2.000 Studenten diesen Eid abgelegt.
Aber bei den Harvard Studenten haben sich ca. 45% geweigert, diesen Eid abzulegen. Begründungen dafür waren z. Bsp., dass der Eid nur kosmetischer Natur sein. Naja, das kann man sehen wie man will. Man kann den Geist eines Eids leben oder ebene nur die uchstaben…
Auf jeden Fall ist es ein guter Ansatz, zu versuchen die Menschen für einen gesunden Geist beim zukünftigen Jonglieren mit Millionen zu sensibilisieren. Es wird zwar sicher nicht die Probleme lösen, vielleicht aber einen kleinen Beitrag zu deren Verringerung leisten.
Den Artikel dazu finden Sie HIER.
Viele Grüße/Stefan Picard

Dienstag, der 17. August 2010 um 11:34
Na ja, Steffen!
Ein Eid ist für mich sehr hoch angesiedelt. - Hoffentlich für diese Spezies auch! - Oft genug haben wir erlebt, wie leicht Leute ihren einmal geleisteten Eid brechen, auch aus Habgier, Machtgeilheit, Geltungssucht. - Daher darf er auch nicht inflationär gebraucht werden! - Und: auch eine wirksame Kontrolle der Einhaltung des Eides wäre unabdingbar! - Die Grundidee halte ich für gut.
Ciao, Sigi
Donnerstag, der 19. August 2010 um 16:54
… übrigens: Deutschlands berühmtester Banker ist ein Eidgenosse!
Sonntag, der 22. August 2010 um 15:05
Sehr geehrter Herr Picard,
Einen Eid hoch anzusiedeln ist immer eine erstrebenswerte Sache.
Die Frage die sich für mich stellt ist, ob diejenigen die diesen Eid ablegen, diesen ebenso authentisch und kongruent verinnerlicht haben. Sind sich all jene auch bewusst darüber was es bedeutet, die Wörter wie Ethik und Moral in den Mund zu nehmen?
Wurde die Moralität der Studenten bereits in ihren Wurzeln- im Elternhaus, usw.- so geprägt, das ebenso dort ein moralisches Verständnis und Handeln an den Tag gelegt wurde?
Haben die Eliteuniversitäten die Begriffe einheitlich definiert, oder betreibt man hier nur Verbalerotik?
Man kann es nur hoffen, was vermutlich auch die Zahlen derer zeigen, die sich diesem Eid verschrieben haben. Auch hier soll die Hoffnung die Studenten begleiten, das Sie sich, wenn Sie die außeruniversitäre Welt betreten, auch an ihren Eid erinnern mögen.
Warum, weil die Bedeutung der Begriffe wie Ethik und Moral für jeden einzelnen in seiner Welt eine andere ist. Wir haben über sechs Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Würden wir alle befragen, würden wir mit Bestimmtheit sechs Milliarden Meinungen/Deutungen zu den Begriffen Ethik und Moral erhalten.
Interessant wäre hier auch eine Studie zu betreiben, die diese Begriffe definieren, bezogen auf die unterschiedlichen Bildungs- und Einkommensniveaus aus der Bevölkerung.
Die Herausforderung steckt in der Kommunikation und der Betrachtung und Festlegung des Rahmens für diese Begriffe, die von allen Menschen auf einen einheitlichen Nenner definiert werden müssten. Gefolgt von der Umsetzung und dem immerwährenden spiegeln, ob der Rahmen für diese Begriffe authentisch und kongruent gelebt und eingehalten wird. Dies zeigt sich anschließend daran, ob unser Gewissen uns daran erinnert, wann wir einem Menschen Schaden zufügen werden oder wir selbstlos handeln und nicht aus purem Egoismus, Machtstreben, Habgier, Niedertracht oder was auch immer, das wir als verwerfliches Verhalten betiteln, andere Menschen in den Abgrund ziehen.
Reichtum anzustreben ist nichts verwerfliches, wenn wir dabei andere Beteiligte unbeschadet lassen.
Mit Geld kann man viel Positives in dieser Welt bewirken. Doch ab und zu, sollte man/sie sich auch die Frage stellen, wann genug, genug ist!
Vielleicht tragen die Ereignisse der Vergangenheit dazu bei, einen schleichenden Wandel zu bewirken. Lassen wir uns überraschen, denn Hoffnung ist es, die uns antreibt und sie stirbt Gott sei Dank zuletzt!
Rainer P. Rometsch