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Effizientes Marketing und Kundenbindung mit Social Media, Teil 2

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Letzte Woche haben wir uns ein paar grundsätzliche Gedanken darüber gemacht, wie wir mit Social Media mit unseren Kunden  kommunizieren können. Heute betrachten wir einen Baustein dieses Baukastens etwas näher und geben Ihnen einige Hintergrundinformationen, welche dessen Bedeutung im Kommunkationsmix etwas erklären.

Es geht um twitter!

“Twittern” heisst nichts anderes als “zwitschern” und diese Plattform kann eigentlich grundsätzlich nichts anderes, als maximal 140 Zeichen lange Informationen verschicken. Das ist ungefähr das, was eine SMS kann.

Ich hätte persönlich nie gedacht, dass dieses Medium eine derartige Bedeutung gewinnt. Es war immerhin eines der wesentlichen Bausteine von Barack Obama’s Wahlkampf.

twitter ist streng genommen ein Nachrichtenmedium* und keine Social Communty. Es besteht aus Menschen oder Firmen, die ein Konto dort betreiben und damit

  1. Nachrichten verschicken, und/oder
  2. den Nachrichten von anderen folgen

Man kann seine Nachrichten grundsätzlich einer gewissen Kategorie zuordnen, sodass sie von interessierten Personen leichter gefunden werden. Personen, die einem “Konto” folgen, nennt man “Follower”. Eine Nachricht nennt man “tweet”, und wenn jemand diese Nachricht weiterleitet, dann ist das ein “retweet”.

Und genau hier liegt sozusagen der Knackpunkt des ganzen Systems. Wenn eine Information, welche von Ihnen kommt, retweetet wird, dann bleibt der Ursprung dieser Nachricht, also Sie, in über 90% der Fälle bis zum Ende der “Tweetkette” erhalten.

140 Zeichen mit viel Wirkung:

Aber lassen Sie uns noch einen Blick darauf werfen, was tweets eigentlich sein können. 140 Zeichen sind ja nichts. Welche Nachrichten kann man damit schon in die Welt setzen? Meistens sind es Überschriften oder komprimierte Inhaltsangaben mit einem Link, der auf ein Produkt, eine Information etc. hinweist. Und hier ist der nächste Ansatzpunkt. Die ausführlicheren Informationen sollten dann dort zu finden sein, wo sie dem Kunden (und sich) mehr Nutzen versprechen. Das kann Ihr Shop, Ihre Website  oder Ihre eigene kleine “Kundencommunty” sein, über die wir im Rahmen dieser Serie sprechen werden.

Macht:

“Macht” entsteht bei twitter durch die Anzahl der Menschen, die man mit seinen tweets erreicht. Untersuchungen zeigen, dass diese Anzahl absolut nicht abhängig ist von der Zahl der Follower, die man hat. Prominente haben zum Beispiel relativ viele Follower. Deren tweets erreichen aber in der Regel nur eine Followerebene. Nachrichtenmagazine oder Evangelisten (Menschen mit ganz speziellen Anliegen) erreichen mit ihren tweets viele Followerebenen. Das geschieht durch die bereits erwähnten retweets. Insofern sind oft geäußerte Unternehmensziele, die im Erreichen von x oder y Followern bestehen, mit Skepsis zu betrachten. Viel wichtiger ist, was sie interessantes zu sagen haben. Und wenn Sie sich einen Großteil Ihres Lebens mit einem Produkt befassen, dann hat es auch einen interessanten Kern und es gibt etwas darüber zu erzählen, oder darüber, welche Nutzen, Anwendungen etc. möglich sind. (……oder Sie sollten sich überlegen, ob Sie Ihre Lebenszeit richtig investieren….)

Es gibt zwei Ansätze, möglichst viele Menschen zu erreichen:

  1. eine Followergemeinde aufzubauen
  2. Top-gerankte Twitterer zu identifizieren und zu versuchen, Nachrichten über deren Kanal zu lancieren

Es hat sich nämlich ebenfalls gezeigt, dass Glaubwürdigkeit eines Twitterers in einem Bereich auf andere Bereiche abfärbt.

Ein Beispiel einer gelungenen Aktion:

Ein kleines Beispiel noch für eine gelungen Aktion: BMW hat über twitter, zu einer Party eingeladen. Jeder, der die Einladung retweetet hatte, bekam einen Gratisdrink. Das Haus war innerhalb kürzester Zeit voll mit jungen Leuten. Ein großer Teil war Zielgruppe. Es war keine Anzeigenkampagne, sondern nur ein wenig Hirn nötig.

Wir behandeln hier aber lediglich den Baukasten. Die Kommunikationsstrategie mal einfach so nebenbei aus dem Ärmel schütteln, wäre unseriös und würde den Rahme dieser Betrachtung sprengen.

Übrigens: Sie können zum Beispiel über Ihr BIZZLOUNGE Konto Ihre tweets steuern. Wir haben die BIZZLOUNGE mit twitter synchronisiert. Näheres dazu erfahren Sie HIER.

Im nächsten Beitrag befassen wir uns mit Facebook und damit, was man dort mit speziellen Tools erreichen kann. Facebook ist mittlerweile mit über 400 Millionen Usern quasi das drittgrößte Land der Erde. Ein Blick dorthin lohnt sich immer.

Eine schöne Woche für Sie!

Stefan Picard

*Die Einordnung als Nachrichtenmedium (und nicht als Social Communty) wurde übrigens in einer Untersuchung vorgenommen, die festgestellt hat, dass nur 22% der Twitterer sich gegenseitig folgen. Die Nachrichten laufen also in eine Richtung und nicht im Kreis.

Stefan Picard (Dienstag, der 25. Mai 2010 / 06:58) | Permalink

Eine Antwort zu “Effizientes Marketing und Kundenbindung mit Social Media, Teil 2”

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