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Wie kann ich das Wesentliche im Leben entdecken?

siegfried_lachmann
Sehnsüchte – Träume – Vision – Ziele – Berufung

Die Schlagworte, wie ich sie im Titel dieses Artikels benutze, begegnen uns immer wieder. Ab und zu begegnet uns auch eine Spezies unserer Gattung, die mit Zielen arbeitet. Wo eine Vision im Mittelpunkt steht. Und dann spricht da auch ab und zu einer von Berufung.

Ich stehe als Mann in dieser Welt, bin gerade 47 geworden – und die 5 rückt immer näher. Je älter ich werde – und das werde ich in den letzten Jahren immer schneller – wird mir bewusst, dass ich nur dieses eine Leben hier auf Erden habe. Manchmal ein erschreckender Gedanke, dass alles so schnell geht. Andererseits aber auch beruhigend. Noch ist Zeit und jede Zeit hat ihre Zeit. Wenn meine Frau sagt: „Die Vergangenheit wird immer länger“ – dann kann ich ihr uneingeschränkt Recht geben.

Ich möchte Sie mit auf eine Entdeckungsreise nehmen. Auf eine Reise, die so lang gar nicht ist. Denn auf dieser Reise legen Sie die Wegstrecke von Ihrem Kopf bis zu Ihrem Herzen hinter sich.

Welche Sehnsüchte haben Sie? Oder frage ich besser mal: Wie lauten Ihr unerfüllten Träume? Oder haben Sie gar eine Vision? Es spielt überhaupt keine Rolle, ob wir uns zwischen 20 und 30 bewegen oder aber schon kurz vor dem Pensionsalter stehen. Es geht letztlich um die Frage: „Was will ich denn aus diesem einen Leben machen?“ Manch einer kommt sehr früh darauf und geht zielorientiert los. Bei anderen dagegen macht es Klick in der Halbzeit des Lebens, nämlich zwischen 42 und 49.

Wie kann so etwas praktisch aussehen? Bei dem DISG-Persönlichkeits-Profil hat mir das „Stärke-Situations-Modell“ sehr geholfen, Klarheit zu erlangen. Ich war in den letzten Jahren meiner beruflichen Laufbahn als Angestellter sehr unzufrieden. Dadurch erlebte ich kein „Burn out“, sondern ein „Boreout“. Letzteres bedeutet Unterforderung, Demotivation, keine Auslastung. Daraus folgern Desinteresse und schließlich innere Kündigung. Sie kommen in einen schrecklichen Kreislauf, der bei mir darin endete, dass ich sonntags im Laufe des Tages Magenschmerzen bekam. „Morgen muss ich wieder in diese Tretmühle“ dachte ich bei mir. Das „Stärke-Situations-Modell“ führte mich dann dazu, mir einmal intensiv Gedanken über mein Leben zu machen. Ich analysierte für mich die Ist-Situation und führte mir das konkret vor Augen. Und ich stellte schwarz auf weiß fest: Stärke und Situation liegen meilenweit auseinander. Und auch nach Gesprächen mit meinen Vorgesetzten kamen die beiden nicht näher zusammen. Als nächsten Schritt notierte ich mir meine Gaben und Fähigkeiten. Ich sprach mit anderen Menschen darüber, wo sie mich sehen. Meinen himmlischen Vater bat ich im Gebet um Rat. Mit der Zeit formte sich ein neues Bild. In meinem Fall dauerte die Reise ganze drei Jahre. Dann konnte ich aber genau sagen, was ich wollte.

Ende 2007 sagte ich zu mir: „2008 wird das Jahr der Entscheidung!“ Das bedeutete, im kommenden Jahr eine Entscheidung zu fällen. Wollte ich im Angestelltenverhältnis bleiben oder aber den Weg der Selbständigkeit einschlagen? Bereits im Februar fällte ich die Entscheidung. An einem Wochenende fuhr ich an die Ostsee und sagte mir: „Aus diesem Wochenende wirst Du ohne eine Entscheidung nicht zurückkehren.“ Dem war so. Am Montag reichte ich bei meinem Arbeitgeber die Kündigung ein.

Seit Mitte 2008 bin ich nun in einer selbständigen Tätigkeit, in der ich u. a. als Trainer, Berater und Coach unterwegs bin. Außerdem bin ich Produzent von Audio- und Videoproduktionen. Seitdem habe ich am Sonntagabend keine Magenschmerzen mehr gehabt. Warum? Weil ich meine Berufung lebe. Bekannte bestätigen mich in der Entscheidung. Erfolge machen sich breit.

Aus dieser Zufriedenheit heraus passieren nun die grandiosesten Dinge. Nicht nur das ich in meinen Veranstaltungen erfolgreich sein darf. Plötzlich melden sich Interessierte und fragen wegen weiteren Veranstaltungen an. Zufriedenheit: Ist das nicht übrigens auch eine große Sehnsucht von uns Menschen? Zufrieden zu sein? Ich habe Zeit für Dinge, die ich vorher nie unterbringen konnte. Zum Beispiel startet 2009 mein Mentoring-Programm, um jungen Menschen eine Hilfe zu sein. Ich helfe jungen Menschen mit meiner Erfahrung und meinen Beziehungen weiterzukommen. Das diese Menschen nicht in dieselben Fettnäpfchen treten wie ich.

Nun gibt es Menschen die mir sagen: „Du mit deinen paar Verpflichtungen - du kannst das ja mal so schnell machen, die Berufung leben. Bei mir ist das anders.“ Ist dem wirklich so? Jeder von uns hat doch seine Verpflichtungen. Doch habe ich meine Entscheidung so aus dem Bauch heraus gefällt? Nein, es lagen drei Jahre harte Arbeit dazwischen. Ohne diese Arbeit stünde ich heute nicht da, wo ich bin. Begonnen aber hat alles damit, mir zu überlegen, ob das, was ich tue, meiner Berufung entspricht. Es hat damit begonnen nachzudenken über das, was ich wirklich will. Wenn Sie mit dieser Fragestellung Ihrem Leben mal auf die Spur kommen wollen, dann werden Sie entdecken, ob Sie momentan am richtigen Platz sind oder ob sich etwas ändern sollte. Sind Sie nach allem Überlegen zufrieden mit der Situation – dann brauchen Sie nichts zu ändern. Haben Sie festgestellt, das sich etwas ändern sollte – dann beginnt der Weg, Antworten auf Ihre Fragen zu finden. Nehmen Sie Ihre Mitmenschen mit ins Boot. Und beginnen Sie auch, Gott mit in diesen Prozess einzubeziehen. Sie werden Antworten finden.

Weitere Artikel zum Thema „Lebensplanung“ können Sie auf www.iexperten.de von mir lesen. Mein Profil auf www.bizzlounge. Und über einen Besuch auf www.siegfriedlachmann.de freue ich mich natürlich auch.

von Siegfried Lachmann
zum Profil von S. Lachmann in der BizzLounge

Jochen Kohler (Dienstag, der 11. August 2009 / 10:17) | Permalink

Eine Antwort zu “Wie kann ich das Wesentliche im Leben entdecken?”

  • unregistered Matthias Lotz sagt:

    Lieber Siggi,

    Danke für diesen Beitrag. Ich kenne Dich ja nun auch ein wenig und kann nur bestätigen, daß Du die richtige Entscheidung getroffen hast und Deine Berufung lebst. Ich wünsche Dir, daß auch euer Privatleben davon profitiert.

    Ganz liebe Grüße aus Burghausen
    Matthias

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