Liebe Gruppen-Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
immer wenn Vince Ebert, der von mir gerne zitierter Physiker, Komiker und Buchautor, eine derartige Frage stellt, weiß ich, weiter lesen und weiter geben lohnt sich. Hier ein von mir zusammen gefaßter und mit eigenen Kommentaren angereicherter Auszug aus seinen Überlegungen (aus DENKEN SIE SELBST. SONST TUN ES ANDERE FÜR SIE.)
Die Frage “Wie erzeugt man Hunger” ist so sinnvoll wie die Frage “Wie kann ich Menschen zum Lernen motivieren?” Der Hirnforscher Manfred Spitzer sagt: “Dass wir Menschen zum Lernen geboren sind, beweisen alle Babys. Sie können es am besten, sie sind dafür gemacht; und wir hatten noch keine Chance, es ihnen abzugewöhnen. Unser Gehirn ist für das Lernen optimiert. Er lernt nicht irgendwie und mehr schlecht als recht, sondern kann nichts besser und tut nichts lieber.”
Immer, wenn wir etwas lernen, schüttet unser Gehirn Dopamin aus, ein wahres Tausendsassa-Hormon. Es ist daran beteiligt, unsere Wachheit zu steuern, ebenso unsere Neugierde, Lernvermögen, Phantasie und Kreativität.
Und: Es erzeugt ein Gefühl der Befriedigung und Freude.
Und: Dopamin macht freundlich.
Und: Freundliche Menschen (auch Unternehmer natürlich) erzeugen bei anderen positive Gefühle.
Und: Positive Gefühle sind ansteckend.
Und: Führen wiederum zur Ausschüttung von Dopamin.
Komisch, dass dennoch viele Menschen im Laufe ihres Lebens mehr und mehr dazu neigen, das zu tun, was Sie schon immer getan haben und das “Lernen” (gleichzusetzen mit Denken) rigoros verweigern bzw. aus Zeitmangel verschieben.
Und zwar, obwohl doch allgemein bekannt ist, dass monotones Handeln (ohne groß denken zu müssen) wiederum schlecht fürs Gehirn sind und zum Abstumpfen führen. Deswegen haben Lokführer z.B. einen sogenannten “Toter-Mann-Schalter” im Führerhaus. Den müssen sie in regelmäßigen Abständen betätigen, um der Zentrale zu melden, dass sie noch wach sind. Weil das Gehirn nämlich nach und nach in eine Art Ruhezustand übergeht und quasi auf Autopilot schaltet.
Dabei will unser Gehirn ganz einfach trainiert werden wie ein Muskel. Damit wir auch in Zukunft noch kraftvoll mitmischen können. (Übrigens macht Denken auch schlank. Es verbraucht nämlich richtig viel Energie.)
Den heutigen Beitrag schließe ich
a) mit der Antwort auf die Einstiegsfrage: Hunger kommt von allein. Ich muss nur lange genug warten.
b) mit der Frage an alle: “Wie motivieren Sie sich selbst zum Lernen, wenn es kein anderer tut? Und werden dabei kreativ, freundlich, glücklich und schlank.”
Herzliche Grüße, eine schöne Lern-Woche und viel Dopamin
Gabriela Linne
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“Wir entfalten jeden. Jeden anders.”
